Sie war die Tochter eines Kaufmanns und kam mit 17 Jahren nach dem Tode beider Eltern in das Haus eines Onkels, eines kinderlosen Offiziers in Berlin, wo sie einige Jahre still sitzen lernte. Das ertrug sie allerdings nicht lange. Als Zwanzigjährige machte sie sich nach verschiedenen missglückten Freiheitsbestrebungen in soweit selbständig, dass sie sich der Litteratur in die Arme warf, d. h. fürs Erste waren es nur Kinderzeitungen und sehr fromme Familienschriften, für die sie "tintete", bis sie, ausserhalb der engen Familienkreise, der frische, grosse Zug der Zeit gleich so vielen anderen ergriff.
Aus ihrer Jugend, voll manigfalitigem Wechsel und seelischen Erschütterungen blieben der Erinnerung viel lockende, schmerzliche und heitere Bilder, und so entstand ihr erstes Buch "Das Drama eines Kindes", dem dann mehrere folgten, von denen eins "Die Tochter des Hauses" die Verfasserin auch in der Freien litterarischen Gesellschaft in Berlin vorgelesen hat.
Elsbeth ist auch die Verfasserin des Schauspiels "Käthe", das in Hannover und an anderen Orten aufgeführt wurde und hat einen Einakter "Lebenskünstlerin" vollendet, welcher demnächst im "Neuen Theater" in Berlin zur Aufführung gelangen soll.
Sie heiratete den Schriftsteller Wilhelm Meyer-Förster.
Verwendete Quellen: Sophie Patakys Lexikon deutscher Frauen der Feder, Band II – Anton Bettelheims Biogaphisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog, Band VII für das Jahr 1902.
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