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Schau, schau! Der Müller, dick und rund, Küßt Jungfer Nanni auf den Mund. |
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Und bald nach diesem – ei, ei, ei! – Schwört er der Fanny ew'ge Treu! |
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Der Schornsteinfeger, gleich darnach, Klagt dieser auch sein Liebesach. |
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Doch ungeachtet solcher Schmerzen Küßt er die Nanni recht von Herzen. |
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Nun sehen Nann- und Fanny beid' Die Spuren dieser Zärtlichkeit. |
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Sogleich gießt Nanni aus dem Topf Das Wasser über Fannys Kopf. |
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Worauf dieselbe, sehr empört, Die Nanni mit dem Besen kehrt. |
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Der Schornsteinfeger folgt derweile Dem Müller nach in Zorn und Eile. |
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Der will im Kasten sich verstecken Und kann sich doch nicht ganz bedecken. |
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Die Ofengabel faßt er kühn, Der Schwarze hüpft in den Kamin. |
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Zu höchst ist er nun auf dem Dach. – Wer wagt es, ihm zu steigen nach? |
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Schon klettert auf des Daches Giebel Der Müller mit dem Wasserkübel. |
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Da langt in Eile und in Not Der Schornsteinfeger aus dem Schlot. |
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Die beiden Mädln machen Feuer, – Den' droben wird's da nicht geheuer. |
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Schnurr! – sausen beide nun herunter, Die Mädchen lachen froh und munter. |
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Nun setzt sich auf die Kiste gar Das schadenfrohe Mädchenpaar. |
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Indes – man lache nicht zu früh! Denn – schlapp! – hier unten liegen sie. |
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Man sieht, daß es Spektakel gibt, Wenn man sich durcheinander liebt. |
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Zum Schluß ist Zank und Streit vorbei. Sie lieben sich zu zwei und zwei. |