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26. Juli 2008

Paul Verlaine – Cythere.     Zur Biographie

aus: Gedichte von Paul Verlaine, Eine Anthologie der besten Übertragungen, Herausgegeben von Stefan Zweig, Schuster & Loeffler, Berlin und Leipzig, 1907, S. 32.

Übertragen von Sigmar Mehring.


Cythere.

Ein Gartenhäuschen, lichtumflossen,
hält uns zu süsser Lust umschlossen
in rosenhauchdurchwürzter Luft.


Der Wohlgeruch, der lieblich linde,
verschwimmt im leichten Sommerwinde
mit ihres Puders feinem Duft.


Und was ihr Blick verheissen gilt!
ihr Busen wirbt, die Lippen sprühen
und lassen fiebrisch mich erglühen.


Doch da die Liebe alles stillt,
nur nicht den Hunger, muss inzwischen
Sorbet und Naschwerk uns erfrischen.





20080626_Paul Verlaine - Cythere.