
Harald Reiter – Früchtchen zum Nachtisch
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Ist sie geboren im strahlenden Äther, von Duften genähret,
sucht sie zu stillen den Durst, strebet und flattert umher;
irgend ein schimmerndes Bild erweckt ihre glühende Sehnsucht,
und sie ergreift es mit Macht, lockt von der Erde es weg:
nach der Unsterblichen Glück entflammt sie die irdischen Wünsche,
und das betrogene Herz wähnet, und faßt sich nicht mehr.
Doch die gesättigte breitet die Schwingen, und flattert
mit der vergänglichen Lust wieder zum Äther empor.