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Wilhelmine Gräfin von Almásy – Ich schleiche meine Strassen –     Zur Biographie

aus: Die zehnte Muse, Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl, herausgegeben von Maximilian Bern, Verlag Otto Eisner, Berlin, 12. Tsd. 1904, S. 216



Ich schleiche meine Strassen –

Ich schleiche meine Strassen
Mit müdem Fuss einher,
Sie dehnt sich ohne Massen,
Das Ränzel wird mir schwer.


Doch hab' ich drin geborgen
Kein Silber und kein Gold,
Nur meine stillen Sorgen
Hab' ich darein gerollt.


Ob mir der Himmel blaue,
Ob ich im Nebel geh' –
Ich weiss nicht, was ich schaue
Nur, dass ich dich nicht seh'!




Wilhelmine Gräfin von Almásy - Ich schleiche meine Strassen