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Chaim Nachman Bialik (9. Januar 1873, Radi (Ukraine) – 4. Juli 1934, Wien)

Lyrik

Im Felde. Aus: Junge Harfen, Eine Sammlung jungjüdischer Gedichte, Herausgegeben von Berthold Feiwel, Jüdischer Verlag, Berlin, o . J. (Die Übertragung dieses Gedichts aus dem Hebräischen besorgte Bernhard Fuchs)

Verwaister Sang. Aus: Chajim Nachman Bialik, Ausgewählte Gedichte, R. Löwit Verlag, Wien, Jerusalem, Leipzig, o. J. (Die Übertragung dieses Gedichts besorgte Moriz Zobel)


Chaim Nachman Bialik (9. Januar 1873, Radi (Ukraine) – 4. Juli 1934, Wien)

Chaim Bialik war ein jüdischer Dichter, Autor und Journalist, der auf Hebräisch und Jiddisch schrieb. Er ist einer der einflussreichsten hebräischen Dichter und wird in Israel als Nationaldichter angesehen.

Bialik wurde in einem Dorf in der Landschaft Wolhynien in der Ukraine geboren. Nachdem er im Alter von sieben Jahren seinen Vater, einen gelehrten Geschäftsmann, verloren hatte, wurde er in Schitomir von seinem Großvater Jaakov Mosche Bialik, einem strengen Vertreter des orthodoxen Judentums, aufgezogen. Hier erhielt er eine traditionelle jüdische Erziehung, las jedoch auch Werke aus der europäischen Literatur. Als 15-Jähriger besuchte er die berühmte Jeschiwa von Waloschyn. Doch unter dem Einfluss der jüdischen Aufklärungsbewegung Haskala distanzierte er sich nach und nach von den Grundsätzen, die in der Jeschiwa verkündet wurden.

Nach dem Tode seines Großvaters heiratete er 1893 Maria Awerbuch. Nach einem kurzen Aufenthalt in Sosnowiec, wo er als Hebräischlehrer arbeitete, zog er 1900 nach Odessa, wo er bis 1921 lebte. Hier trat er den Chowewe Zion bei und befreundete sich mit Achad Ha'am, von dessen kulturellem Zionismus er beeinflusst wurde. In dieser Zeit gründete er mit weiteren Autoren einen hebräischen Verlag namens Moriah, in welchem hebräische Klassiker und Schulbücher herausgegeben wurden. Zudem übersetzte er Shakespeares Julius Caesar, Schillers Wilhelm Tell, Don Quichotte von Cervantes, Gedichte von Heine sowie Der Dybbuk des jiddischen Dichters Salomon An-Ski ins Hebräische./p>

Unter Mithilfe von Maxim Gorki durfte er 1922 Sowjetrussland verlassen und zog von Odessa über Polen und die Türkei nach Berlin, wo er den hebräischen Verlag Dwir gründete, und kurz darauf auf Anraten seines Arztes nach Bad Homburg, wo er etwa zwei Jahre wohnte. Am 26. März 1924 wanderte er mit seiner Frau Mania in das damals britische Mandatsgebiet Palästina ein (Alija) und ließ sich in Tel Aviv nieder. Er war eine besonders beliebte Person in der jüdischen Gemeinschaft des Jischuw. 1934 starb er in Wien nach einer gescheiterten Operation an Prostatakrebs und wurde in Tel Aviv neben Achad Ha'am begraben, der die Veröffentlichung von Bialiks ersten Gedichten ermöglicht hatte.


Verwendete Quelle: Artikel Chaim Nachman Bialik In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Chaim_Nachman_Bialik

Dieser Artikel (Quellenangabe) basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht seit Juli 2009 unter der Creative Commons Attribution/Share-Alike-Lizenz – vormals GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


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