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Biographie

Wilhelm Uhlmann-Bixterheide (14. März 1872, Bixterheide – 23. März 1936, Dortmund)

Wilhelm Uhlmann-Bixterheide war ein deutscher Schriftsteller und Herausgeber. Er gilt als Vorkämpfer der westfälischen Dialektliteratur.

Wilhelm Uhlmann-Bixterheide wurde am 14. März 1873 im sauerländischen Bixterheide (jetzt Iserlohn) geboren. Sein Vater, der Vollziehungsbeamte Wilhelm Uhlmann (3. Februar 1846 in Griesenbrauck – 23. März 1894 in Iserlohn), entstammte dem Adelsgeschlecht der Freiherrn von Cloedt-Remblinghausen; seine Mutter, Karoline Uhlmann, geborene Grote (16. September 1849 in Iserlohn – 31. Dezember 1920 ebenda), einer vermutlich aus dem Rheinland stammenden Bauern- und Kleinindustriellenfamilie.

Wilhelm Uhlmann-Bixterheide besuchte die Mittelschule in Iserlohn. Da ihm die Mittel zu weiteren Studien fehlten, trat er in den Postdienst ein. Das Reichspostamt bestimmte ihn zur Verwendung in China und so studierte er am Seminar für Orientalische Sprachen in Berlin moderne orientalische Sprache, insbesondere Chinesisch. Daneben hörte er Vorlesung über Geschichte, Literatur und Volkswirtschaftslehre. Im Jahr 1902 wechselte er in den Telegrafendienst nach Dortmund, wo er 1926 zum Telegrafeninspektor aufstieg.

Wilhelm Uhlmann-Bixterheide engagierte sich auch politisch. Er trat zunächst der Nationalliberalen Partei bei, wechselte dann zur Deutschen Volkspartei. Von 1910 bis 1933 war er Stadtverordneter in Dortmund. Er war Vorsitzender des Deutschen Beamtenbunds in Dortmund. In dieser Funktion stellte er sich während des Kapp-Putschs – im Gegensatz zu Teilen seiner Partei – auf die Seite der Republik. Dem sich anschließenden kommunistischen Aufstand bekämpfte er ebenfalls. Während des Ruhrbesetzung organisierte er den passiven Widerstand der Beamten, der unter anderem dazu führte, dass in Dortmund monatelang keine Fernsprech- oder Telegrafenverbindung möglich war.

Wilhelm Uhlmann-Bixterheide war als Kommunalpolitiker in mehreren Aufsichtsräten städtischer Betriebe vertreten. Er war außerdem Mitglied mehrerer Schulausschüsse. Seine eigentliche kommunalpolitische Arbeit widmete er aber der Kulturpolitik. Dies zeigte sich auch in der Mitgliedschaft im Dortmunder Immermannbund, der Literarischen Gesellschaft Dortmund und der Vereinigung von Freunden der Stadtbibliothek. Er wurde außerdem in den Ausschuss für Literatur im Westfälischen Heimatbund berufen.

Wilhelm Uhlmann-Bixterheide war verheiratet mit Elsbeth Uhlmann-Bixterheide, geborene Oehlmann (27. August 1879 in Hemer – 7. Dezember 1965 in Dortmund), Tochter des Fabrikanten Friedrich Oehlmann und seiner Frau Marie Oehlmann, geborene Hecker. Das Ehepaar hatte einen Sohn.

Wilhelm Uhlmann-Bixterheide starb am 23. März 1936 im Alter von 63 Jahren in Dortmund. Er erhielt ein Ehrengrab auf dem Hauptfriedhof Dortmund.

Auswahlbibliographie

Verwendete Quelle: Artikel Wilhelm Uhlmann-Bixterheide. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 6. Oktober 2008, 23:28 UTC.
URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wilhelm_Uhlmann-Bixterheide&oldid=51558967
(Abgerufen: 13. Oktober 2008, 22:53 UTC)
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