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Biographie

Helene von Engelhardt (21. August (2. September n. St.) 1850 auf dem Rittergute Wileiki in Litauen – 24. Juni 1910, Wien)

Helene Baronesse von Engelhardt geb. Engelhardt-Schellenstein, verh. Pabst war eine deutsche Dichterin, Publizistin und Übersetzerin.

Helene von Engelhardt begann mit neun Jahren zu schreiben und absolvierte eine Pensionatschule in Mitau, 1869 siedelte sie wegen der Bildungsmöglichkeiten mit der Elternfamilie nach Stuttgart über, zog jedoch ein Jahr später nach Riga. 1874 heiratete Helene von Engelhardt ihren ehemaligen Musiklehrer Louis Pabst, der später eine Karriere als Hochschullehrer machte. Sie traten als Pianisten-Duo in Wien, Budapest, Leipzig und Stuttgart auf. 1885 ließen sie sich für drei Jahre in Melbourne nieder, verbrachten anschließend einen Winter in Ägypten und den Sommer auf Tournee in London; lebten 1888 in St. Petersburg, danach in Moskau.

Papst, Frau Helene, Mädchen- und Schriftstellername Helene Baronin v. Engelhardt-Schnellenstein, London, wurde am 21. August (2. September n. St.) 1850 auf dem Rittergute Wileiki in Litauen als die Tochter des Rittergutsbesitzers Alphons v. E. geboren. H. verlebte eine glückliche Jugendzeit. Bis zum 12. Jahre wurde sie von einer Hauslehrerin unterrichtet, dann kam sie in die öffentliche Schule einer nahe gelegenen kurischen Stadt und im 14. Jahre in ein Institut nach Mitau. Hier übersetzte sie die Epen der russischen Dichter Puschkin und Lermontoff, wie auch lettische Volkslieder, französische und englische Dichtungen ins Deutsche. Sie trieb privatim das Studium der lateinischen Sprache, worin sie während eines einjährigen Aufenthaltes in Stuttgart geregelten Unterricht nahm. Seit 1810 lebte die Familie in Riga, wo sich H. vorwiegend der Musik widmete. 1872 raubte ihr eine Epidemie zwei Schwestern und den Vater. Sie selbst wurde infolge der Krankenpflege sehr leidend. Nach wieder erlangter Gesundheit dehnte sie ihre Studien auch auf die griechische Sprache aus. 1876 heiratete sie ihren Musiklehrer Papst, der in Riga eine Hochschule für Musik gründete, doch gab Papst schon 1878 sein Institut auf, um sich auf Konzertreisen, auf welchen ihn seine Frau begleitete, und Herausgabe seiner musikalischen Kompositionen zu beschränken. Nach 10 jährigem Aufenthalte in Melbourne, Australien, verlegten sie ihren Wohnsitz nach London.

Quelle: Universität Potsdam; Die digitale Textsammlung älterer Literatur Estlands, EEVA, ist ein gemeinsames Projekt der Universitätsbibliothek Tartu (Dorpat) und der Abteilung für Literatur und Volkskunde der Universität Tartu in Zusammenarbeit mit dem Estnischen Literaturmuseum, sowie Sophie Pataky, Lexikon deutscher Frauen der Feder, Bd. 2, Berlin, 1898, S. 116.

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