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Karl Wilhelm Theodor Frenzel (6. Dezember 1827, Berlin – 10. Juni 1914, Berlin)

Prosa

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Karl Frenzel, Die drei Grazien, Verlag von Eduard Trewendt, Breslau, 1862
Die Rechtschreibung wurde aktualisiert. ePub vom Jürgen Beschorner.


Isolde AcrobatReader PDF    epubePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Karl Frenzel, Isolde, Aus: Die Gartenlaube, Hrsg. v. Ferdinand Stolle, Verlag von Ernst Keil, Leipzig, 1860.



Karl Wilhelm Theodor Frenzel (6. Dezember 1827, Berlin – 10. Juni 1914, Berlin)

Karl Frenzel war ein Romanschriftsteller, Essayist und Theaterkritiker.

Der in Berlin als Sohn eines Wirtes geborene Frenzel studierte hier seit 1849 Philologie, Philosophie und Geschichte, schloss sein Studium 1853 mit einer Promotion ab und arbeitete zunächst hauptberuflich als Lehrer an der Friedrich- und Dorotheenstädtischen Realschule. Gleichzeitig publizierte Frenzel in verschiedenen Zeitschriften; schon vor 1850 hatte er unter dem Pseudonym Carl Frey im Berliner Figaro Gedichte veröffentlicht und sich 1848 am Freischärler von Louise Aston beteiligt. 1853 wandte er sich an sein Vorbild Karl Gutzkow, den er als vielseitigen Schriftsteller und erstrangigen Kritiker sehr verehrte, und wurde einer der wichtigsten Beiträger von Gutzkows Unterhaltungen am häuslichen Herd. 1863 übernahm er die Leitung dieser Zeitschrift und gab auch den letzten Jahrgang 1864 heraus. Im Jahr 1861 trat er in die Redaktion der liberalen Berliner National-Zeitung ein, der er als Leiter des Feuilletons und Theaterkritiker bis 1908 angehörte. Neben Theodor Fontane, der 1870 Theaterkritiker der Vossischen Zeitung wurde, galt Frenzel bei seinen Zeitgenossen als maßgebender Theaterkritiker Berlins. Seine einflussreiche Stellung war lange unangefochten und wurde erst schwächer, als mit Gerhart Hauptmann und anderen der Naturalismus aufkam, den Frenzel im Gegensatz zu Fontane verurteilte und bekämpfte. Seine Bühnenkritiken wurden unter dem Titel: Berliner Dramaturgie gesammelt herausgegeben.

Schon 1857 ließ Frenzel ein Drama drucken (Attila, nur als Manuskript gedruckt), beschritt aber aus guten Gründen nicht die Laufbahn eines Theaterdichters. Seine selbständige literarische Laufbahn eröffnete er 1859 mit einer Sammlung historischer Essays Dichter und Frauen, der sich bald weitere Sammlungen von Essays und Kritiken, Roman- und Novellenbänden anschlossen. Frenzel wandte sich zunächst dem Genre des historischen Romans zu und schrieb eine Reihe von Erzählwerken, deren Handlung bevorzugt im 18. Jahrhundert angesiedelt ist, in der Zeit der Aufklärung mit ihrer damals vorherrschenden französischen Bildung. Später schrieb Frenzel auch Romane aus der Gegenwart, in denen vor allem die wachsende Reichshauptstadt Berlin Ort des Geschehens ist. Vorübergehend (1866-67) war Frenzel auch Mitherausgeber des von Robert Eduard Prutz begründeten Deutschen Museums. Entscheidenden Anteil hatte er 1874 an der Begründung der Deutschen Rundschau seines Freundes Julius Rodenberg. In dieser Monatsschrift erschienen vorab zahlreiche seiner Romane und Novellen, auch war er hier viele Jahre lang Referent für die Berliner Bühne. Von Bedeutung für das literarische Leben Berlins im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts waren auch andere Aktivitäten: So war er u.a. Mitbegründer des Vereins Berliner Presse, wichtiges Mitglied des Berliner Zweigvereins der Deutschen Schillerstiftung und ein für verschiedene kulturelle Ereignisse gesuchter Redner. Bei Fontanes Bestattung 1898 hielt er die Grabrede.

Zum 70. Geburtstag Frenzels 1897 verlieh ihm der preußische Staat den Professorentitel. Frenzel starb am 10. Juni 1914 in seiner Berliner Wohnung Dessauer Straße 19 und wurde auf dem Berliner Invalidenfriedhof an der Scharnhorststraße beigesetzt. Die Grabstätte existiert nicht mehr.



Verwendete Quelle: Karl Frenzel in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Frenzel_(Schriftsteller)

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