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José María de Heredia (22. November 1842, Santiago de Cuba – 2. Oktober 1905, Bourdonné)

Lyrik

Siesta. Aus: Weltlyrik, Ein Lebenskreis in Nachdichtungen von Karl Henckell, Die-Lese Verlag, München, 1910

Columbus. Aus: Ernst Eduard Lemcke, Creation - Re-Creation, Privately Printed, Orange, New Jersey, 1901


José María de Heredia (22. November 1842, Santiago de Cuba – 2. Oktober 1905, Bourdonné)

José María de Heredia, eigentlich José María de Heredia Girard, war ein französischer Schriftsteller spanischer Herkunft.

Heredia war der Sohn von Domingo de Heredia, der aus einer alteingessenen spanischen Familie auf Kuba stammte und dessen zweiter Ehefrau Louise F. Girard, einer Französin aus Saint-Domingue. Mit 17 Jahren kam Heredia 1859 nach Paris und begann dort ein Studium an der École nationale des chartes. Ab 1901 wirkte er dann als Bibliothekar an der Bibliothèque de l'Arsenal.

1867 heiratete Heredia Louise Despaigne und hatte mit ihr drei Töchter: Hélène, die spätere Ehefrau des Entomologen Maurice Maidron und des Literaturhistorikers René Doumic. Die zweite Tochter, Marie, die als Schriftstellerin unter dem Pseudonym Gérard d’Houville veröffentlichte und die Ehefrau des Symbolisten Henri de Régnier wurde und die dritte, Louise, die spätere Ehefrau des Schriftstellers Pierre Louÿs.

1893 wurde Heredia naturalisiert und er bekam die französische Staatsbürgerschaft verliehen. Und mit Wirkung vom 22. Februar 1894 nahm die Académie française Heredia als Mitglied auf (Fauteuil 4). Er wurde damit der Nachfolger von Charles de Mazade. 1906, ein Jahr nach dem Tod Heredias, wurde der Romancier Maurice Barrès dessen Nachfolger.

Durch seine Freunde Théodore de Banville und Charles Leconte de Lisle kam Heredia mit den Parnassiens in Kontakt und spätestens mit Erscheinen seiner, von der Literaturkritik gelobten, „Les trophées“ zählte man ihn auch dazu. Um 1900 zählte sein Salon als einer der wichtigsten Treffpunkte der Pariser Literatur.

Verwendete Quelle: Artikel José-Maria de Heredia In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9-Maria_de_Heredia

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