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Max Herrmann-Neiße (auch: Herrmann-Neisse) (23. Mai 1886, Neiße – 8. April 1941, London)

Lyrik

Das Buch Franziskus AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle    Flash Flash    Digitalisat Digitalisat

Max Herrmann, Das Buch Franziskus, Alfred Richard Meyer, Berlin-Wilmersdorf, 1911

Empörung + Andacht, Ewigkeit AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle    Flash Flash    Digitalisat Digitalisat

Max Herrmann, Empörung + Andacht, Ewigkeit, Kurt Wolff Verlag, Leipzig, Bücherei »Der jüngste Tag« Band 49

Die Preisgabe AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle    Flash Flash    Digitalisat Digitalisat

Max Herrmann, Die Preisgabe, Roland-Verlag, Dr. Albert Mundt, München, 1919

Verbannung AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle    Flash Flash    Digitalisat Digitalisat

Max Herrmann, Verbannung, Ein Buch Gedichte, S. Fischer Verlag, Berlin, 1919

Sie und die Stadt Digitalisat Digitalisat

Max Herrmann, Sie und die Stadt, Gedichte, S. Fischer, Berlin, 1914
Hilflose Augen Digitalisat Digitalisat

Max Herrmann, Hilflose Augen, Prosadichtungen, Strache Verlag, Wien, Prag, Leipzig, 1920
Ein kleines Leben Digitalisat Digitalisat

Max Herrmann, Ein kleines Leben, Gedichte und Skizzen, Singer Verlag, Strassburg, 1906
Prosa

Die bürgerliche Literaturgeschichte
und das Proletariat
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Max Herrmann (Neisse), Die bürgerliche Literaturgeschichte und das Proletariat, Verlag der Wochenschrift DIE AKTION (Franz Pfemfert), Berlin-Wilmersdorf, 1922

Der Flüchtling Digitalisat Digitalisat

Max Herrmann, Der Flüchtling, Roman, Gustav Kiepenheuer Verlag, Potsdam, 1921
Die Laube der Seligen Digitalisat Digitalisat

Max Herrmann, Die Laube der Seligen, Eine komische Tragödie, Verlag Neue Schaubühne, Dresden, 1919
Der letzte Mensch Digitalisat Digitalisat

Max Herrmann, Der letzte Mensch, Eine Komödie vor Weltuntergang, Landhausverlag, Jena, 1922

Max Herrmann-Neiße (auch: Herrmann-Neisse) (23. Mai 1886, Neiße – 8. April 1941, London)

Max Herrmann-Neiße, auch Herrmann-Neisse war ein deutscher Schriftsteller.

Max Herrmann-Neiße (eigentlich Max Herrmann) zeichnete sich schon als Gymnasiast durch außerordentlichen literarischen Einfallsreichtum aus. Er verfasste Gedichte und Theaterstücke; auch schloss er eine enge Freundschaft zu dem ebenfalls aus Neisse stammenden Franz Jung. Die Jahre der Kindheit und Jugend – wie auch das spätere Leben – waren überschattet durch den Umstand, dass Herrmann-Neiße an Hyposomie litt, also kleinwüchsig war.

Von 1905 bis 1909 studierte er in München und Breslau Literatur- und Kunstgeschichte. In München kam er mit der dortigen Bohème in Kontakt und besuchte häufig Varietés und Kabaretts. 1909 verließ er die Universität ohne Abschluss und ging zurück nach Neiße, um als freier Schriftsteller zu leben. Nach ersten, wenig beachteten Veröffentlichungen erschienen ab 1911 in der von Franz Pfemfert herausgegebenen Zeitschrift Die Aktion Gedichte Herrmann-Neißes und bald darauf auch im von Alfred Kerr herausgegebenen Pan. Beide Zeitschriften gehörten zu den führenden Organen der modernen Literatur und machten den jungen Autor rasch bekannt.

Für seinen 1914 im S. Fischer Verlag erschienenen ersten größeren Gedichtband Sie und die Stadt erhielt er 1924 den Eichendorff-Preis. Der Erste Weltkrieg ruinierte seine Eltern. Sein Vater verstarb 1916, und seine Mutter ertränkte sich 1917 in der Glatzer Neiße. Im März 1917 zogen Herrmann-Neiße und die gleichfalls aus Neiße stammende Leni Gebek, die er im Mai 1917 heiratete, nach Berlin, wo er in engem Kontakt zu Jung, Pfemfert und sozialistischen wie anarchistischen Kreisen stand. In dieser Zeit fügte er seinem Namen den seiner Heimatstadt an.

Allein 1919 erschienen vier Bücher Herrmann-Neißes (drei Gedichtbände und ein Theaterstück), die von der Kritik und von Autoren wie Else Lasker-Schüler oder Oskar Loerke begeistert aufgenommen wurden. Allerdings genügte dies nicht für den Lebensunterhalt, den er durch journalistische Arbeiten und eine Tätigkeit als Korrektor bei S. Fischer sichern musste. Ebenfalls 1919 wurde seine Komödie Albine und Aujust in Berlin uraufgeführt.

In den 1920er Jahren begann Herrmann-Neiße neben Gedichten auch verstärkt Erzählungen und andere Prosa zu schreiben. 1920 erschien der autobiografische Roman Cajetan Schaltermann. Die meisten Texte dieser Zeit sind noch stark vom Expressionismus geprägt. Mit dem Erzählband Die Begegnung (1925) zeichnete sich eine Wende hin zur Neuen Sachlichkeit ab. In dieser Zeit begann er auch regelmäßig in Kabaretts aufzutreten, wo er meist eigene Texte vortrug; hieraus ergaben sich Kontakte u. a. zu Claire Waldoff und Alfred Polgar. 1927 erhielt Herrmann-Neiße den Gerhart-Hauptmann-Preis.

In den späten 1920er Jahren war Herrmann-Neiße einer der bekanntesten Berliner Literaten, wozu neben seinen Texten auch die auffällige Gestalt und Erscheinung beitrugen. Zahlreiche Künstler, darunter George Grosz und Otto Dix, porträtierten ihn zu dieser Zeit.

Kurz nach dem Reichstagsbrand 1933 floh Herrmann-Neiße gemeinsam mit seiner Frau zunächst in die Schweiz, dann über die Niederlande und Frankreich nach London, wo er sich im September 1933 niederließ. Die Kosten für Unterkunft und Ernährung trug ein Gönner – es handelt sich um den vermögenden Juwelier Alphonse Sondheimer. Er ermöglichte 1936 auch die Publikation des Bandes Um uns die Fremde, die bei Oprecht in Zürich erschien.

Herrmann-Neiße gründete Ende 1933 gemeinsam mit Lion Feuchtwanger, Rudolf Olden und Ernst Toller den Exil-PEN, doch blieb er in England ansonsten weitgehend isoliert. Zwar beantragte er (nachdem er 1938 aus Deutschland ausgebürgert worden war) die englische Staatsbürgerschaft, jedoch ohne Erfolg.

Auch im Exil schrieb er viel, darunter Gedichte, die zu seinen besten gerechnet werden, aber es gab nur noch wenige Möglichkeiten zur Veröffentlichung.

Herrmann-Neiße spielt in diesem Gedicht auf das Dreiecksverhältnis an, in dem er als schwächster Teil lebte, nachdem seine Frau eine Liebesbeziehung mit Alphonse Sondheimer begonnen hatte, den sie nach dem Tod des Dichters auch heiratete. Im April 1941 starb er in London an den Folgen eines Herzinfarkts und wurde auf dem East Finchley Cemetery[3] in London beigesetzt. Der Band Letzte Gedichte wurde posthum von seiner Frau Leni veröffentlicht, die 1960 kurz nach dem Tod ihres zweiten Mannes Selbstmord beging. Wie viele Schriftsteller der Zeit geriet Max Herrmann-Neiße schnell in Vergessenheit. Seine Werke wurden erst ab den 1980er Jahren allmählich wiederentdeckt und neu herausgegeben.


Verwendete Quelle: Artikel Max Herrmann-Neisse in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Herrmann-Nei%C3%9Fe

Dieser Artikel (Quellenangabe) basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht seit Juli 2009 unter der Creative Commons Attribution/Share-Alike-Lizenz – vormals GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.