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Wilhelm Adolf Lindau (24. Mai 1774, Düsseldorf – 1. Juni 1849, Dresden)

Prosa

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Wilhelm Adolf Lindau, Der Mordverdacht, Arnoldtsche Buchhandlung, Dresden und Leipzig, 1844


Wilhelm Adolf Lindau (24. Mai 1774, Düsseldorf – 1. Juni 1849, Dresden)

Wilhelm Adolf Lindau war ein deutscher Jurist, Übersetzer und Schriftsteller.

Er widmete sich erst zu Jena, dann zu Göttingen dem Studium der Rechtswissenschaft. Nachdem er seine Universitätsstudien vollendet hatte, sollte er nach dem Wunsche seiner Familie, obwol der juristische Beruf seinen Neigungen nicht entsprach, in Wetzlar und Regensburg die Reichspraxis erlernen; als dieser Plan jedoch wegen der eintretenden politischen Umwälzungen aufgegeben worden war, sah er sich nicht mehr gehindert, die schriftstellerische Thätigkeit zu seinem Lebensberufe zu machen. Nach einem mehrjährigen Aufenthalte in Meißen ließ er sich 1806 in Dresden nieder, wo er während des russischen Gouvernements bis zu der 1815 erfolgten Rückkehr des Königs von Sachsen in sein Land als Polizeiinspector fungirte. Nur vorübergehend gab er in der Folgezeit seinen Dresdener Wohnsitz auf, indem er sich in den J. 1832-34, während er mit Herausgabe des Brockhaus'schen "Conversations-Lexikons der neuesten Zeit und Literatur" (4 Bde., 1832-34) beschäftigt war, in Leipzig aufhielt. – Die Fahl seiner schriftstellerischen Arbeiten ist eine sehr große. Unter ihnen befinden sich neben eigenen belletristischen und historischen Werken auch viele Uebersetzungen und Bearbeitungen von Schriften ausländischer, namentlich englischer Autoren, u. a. Walter Scotts. Seine "Darstellung der Ereignisse in Dresden, im Jahr 1813. Von einem Augenzeugen" (zuerst veröffentlicht in den "Europäischen Annalen"; dann zu Dresden im J. 1816 als Ergänzungsband zu v. Odeleben's Schrift: "Napoleons Feldzug in Sachsen"), beruht auf eigenen Tagebuchnotizen. Wie gründlich er sich mit dem Studium moderner Sprachen beschäftigte, beweist die von ihm unter dem Namen Joseph Aldoni herausgegebene "Portugiesische Sprachlehre" (1813). Einem ganz anderen schriftstellerischen Fache gehören seine in mehrfachen Bearbeitungen erschienenen Beschreibungen der Stadt Dresden und ihrer Umgegend an.


Verwendete Quelle: Martia Lazar in: Deutsche Biographie
URL: https://www.deutsche-biographie.de/sfz51502.html

Dieser Artikel (Quellenangabe) basiert auf dem Artikel aus der Deutsche Biographie und steht unter der Creative Commons Attribution/Share-Alike-Lizenz

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