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Eugenie Marlitt (5. Dezember 1825, Arnstadt – 22. Juni 1887, Arnstadt)

Prosa

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E. Marlitt, Im Hause des Commerzienrates, Verlag von Ernst Keil, Leipzig, 1876, Die Gartenlaube, Heft 1-26
Die Rechtschreibung wurde von Jürgen Beschorner angepasst, der auch das ePub erstellt hat.


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E. Marlitt, Im Hause des Commerzienrates, Verlag von Ernst Keil, Leipzig, 1876, Die Gartenlaube, Heft 1-26
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Eugenie Marlitt (5. Dezember 1825, Arnstadt – 22. Juni 1887, Arnstadt)

E. Marlitt, geboren als Friederieke Henriette Christiane Eugenie John war eine deutsche Schriftstellerin.

Eugenie John wurde als Tochter des Kaufmanns Ernst John in Arnstadt geboren und ließ bereits früh eine stimmliche Begabung erkennen. Die Fürstin Mathilde von Schwarzburg-Sondershausen ließ sie in Wien zur Sängerin ausbilden. Nach ersten Bühnenerfolgen in Sondershausen, Linz, Graz und Lemberg musste Eugenie John allerdings wegen eines Gehörleidens 1853 den Beruf einer fürstlichen Kammersängerin aufgeben. Sie wurde stattdessen Vorleserin und Gesellschaftsdame bei der Fürstin und begleitete sie auf ihren vielen Reisen. Finanzielle Probleme der Fürstin zwangen diese später, ihre Hofhaltung einzuschränken und John 1863 zu entlassen. Seither lebte sie bei der Familie ihres Bruders Alfred, der Realschullehrer in Arnstadt war.

Nachdem sie für die Fürstin ihre Korrespondenz erledigt hatte, entstand der Gedanke, sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Sie sandte erste Erzählungen nach Leipzig an die Familienzeitschrift Die Gartenlaube. Unter dem Pseudonym E. Marlitt erschien 1865 eine erste Novelle von ihr, 1866 ihr erster Roman Goldelse, der sofort zu einem großen Erfolg wurde und Marlitt zur Starautorin der Gartenlaube machte, in der sie insgesamt zehn Romane veröffentlichte. Möglicherweise steht das Pseudonym für Meine Arnstädter Litteratur.

E. Marlitt war nie verheiratet. Von den Einnahmen aus ihren Romanen ließ sie die Villa "Marlitt" in Arnstadt erbauen, in die sie mit ihrem Vater 1871 übersiedelte. Die letzten Jahre verbrachte sie, an Arthritis leidend, im Rollstuhl.

Ihre Romane zeigen, dass sie das Leben bei Hof gut kannte und ihre Heimat Thüringen liebte. Das Leben bei Hofe stand in einer Zeit des erstarkenden Bürgertums auch für soziale und geistige Unabhängigkeit der Frauen, weshalb sie besonders bei diesem Teil der Leserschaft äußerst beliebt war.

Als ideologisch interessantestes Buch Marlitts gilt Reichsgräfin Gisela. Es enthält alles, was man von einem Trivialroman erwarten kann - große Liebe, Verbrechen und Happy End -, aber auch Kritik an korrupter Politik und hochmütigem Adel. Die junge Gräfin Gisela lernt durch die Liebe zu einem geheimnisvollen Unbekannten allmählich ihren Standesdünkel abzulegen und entwickelt sich zu einem mitfühlenden Menschen.

Sie wird als erste Bestsellerautorin der Welt angesehen und hatte wesentlichen Anteil daran, dass sich zwischen 1865 und der Mitte der 1880er Jahre die Abonnentenzahl der Gartenlaube von 100.000 auf etwa 400.000 steigerte. Die Literaturkritik hat ihr Schaffen stets zwiespältig beurteilt. Einerseits habe sie Friedrich Spielhagen genau studiert, andererseits habe sie in ihren Romanen das Aschenbrödel-Rezept angewandt, sei bisweilen senstationell, dann wieder realistisch oder weiblich sentimental geworden.

Ihr zu Ehren wurde 1889 in Arnstadt eine Straße nach ihr benannt und 1913 auf dem Alten Friedhof in Arnstadt ein Marlitt-Denkmal eingeweiht. Nach 1945 war die Marlitt zunächst in der SBZ wie auch in der späteren DDR verpönt. Auf Betreiben des Volksbildungsamtes wurde 1951 ihr Denkmal vom Alten Friedhof entfernt. 1992 wurde es dann vor allem auf Betreiben der 1990 gegründeten IG Marlitt wieder aufgestellt.Sein 1903 erschienenes Reisebuch Eine empfindsame Reise im Automobil schildert eine Fahrt, die das Ehepaar Bierbaum 1902 mit einem Cabrio der Marke Adler von Deutschland über Prag und Wien nach Italien (und auf der Rückreise via die Schweiz) unternahm. Es gilt als erstes Autoreisebuch der deutschen Literatur.

1905 verfasste Bierbaum unter dem Titel Zäpfel Kerns Abenteuer eine Adaption von Carlo Collodis Pinocchio-Geschichte.



Verwendete Quelle: Artikel E. Marlitt. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
URL: https://de.wikipedia.org/wiki/E._Marlitt
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