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Maria Theresia May (Pseudonym: A. Wichodil) (9. Januar 1851, Bielitz – 22. September 1927, Troppau)

Prosa


Mann und Weib Aus: Neuzeit, Blätter für weibliche Bildung in Schule und Haus, zur Förderung der Frauenbestrebungen und Vertretung der Fraueninteressen, 3. Jg., Nr. 3, Korneuburg, 1892


Kranke Seelen AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle    Flash Flash    Digitalisat Digitalisat

Aus: Neuzeit, Blätter für weibliche Bildung in Schule und Haus, zur Förderung der Frauenbestrebungen und Vertretung der Fraueninteressen, 3. Jg., Nr. 1 und Nr.2, Korneuburg, 1892


Irene Digitalisat Digitalisat

Anna Wichodil, Irene, Eine pädagogische Novelle, Berschinger & Heyn, Klagenfurt, o. J.


Maria Theresia May (Pseudonym: A. Wichodil) (9. Januar 1851, Bielitz – 22. September 1927, Troppau)

Maria Theresia May war eine deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin.

May Maria Theresia, (Pseudo A. Wichodil), wurde am 9. Jänner 1851 zu Bielitz in österreichisch Schlesien geboren. 1866 übersiedelte sie mit ihrer Mutter nach Troppau. wo sie ihre Schulkenntnisse durch tüchtigen Privatunterricht erweiterte. Sie beschloss, Lehrerin zu werden, und besuchte zu dem Zwecke die Troppauer Lehrerinnen-Bildungs-Anstalt. Einer der Professoren der Anstalt machte sie auf ihr schriftstellerisches Talent aufmerksam und während der Vorbereitungen zu ihrem Examen, das sie mit Auszeichnung bestand, schrieb sie ihre erste Novelle Irene, welche unter dem Pseudonym A. Wichodil erschien und der Verfasserin viele Freunde erwarb. Nach dem Examen nahm M. Th. May eine Stelle als Lehrerin an der Volksschule in Karlsbad an, musste indes wegen ihrer schwankenden Gesundheit dieselbe bald aufgeben. M. Th. May kehrte deshalb nach Troppau zurück, wo sie mit ihrer Mutter in einem kleinen traulichen Heim lebt, theils Privatunterricht ertheilend, theils in sehr reger literarischer Thätigkeit. In rascher Aufeinanderfolge erschienen die Novellen: Fräulein Doctor, Mimosa, Gudruns Schwester, Ein Klostergeheimnis, Schweigen ist Gold, Baronesse Xanthippe, Die Studentin, etc., wie die Romane Ein Räthsel, Unter der Königstanne, Der Nazarener, Die Sonne, Rolf Siegfried, welche von der Kritik mit großem Beifall aufgenommen wurden. Auch auf dramatischem Gebiete versuchte sich M. Th. May mit Glück, sie schrieb die Lustspiele Polychrom und Der Doppelgänger. In fast allen ihren Werken kämpft M. Th. May energisch für die Emancipation der Frau auf geistigem Gebiete, viele ihrer Novellen behandeln pädagogische Fragen. Wiederholt trat M. Th. May als Rednerin auf und hielt in Vereinen und Versammlungen Vorträge, meist pädagogischer Tendenz, auch hielt sie mehrere Cyclen von Vorträgen über Ästhetik und Literatur. Lebhaft thätig ist M. Th. May auf dem Gebiet der Jugendliteratur. Sie gab den österreichischen Jugendkalender heraus, ferner erschienen von ihr Erzählungen für kleine Kinder unter dem Titel Kleines Volk, sodann eine große Zahl von Jugendschriften, Erzählungen, Gedichten, Märchen etc., die in verschiedenen Sammelwerken veröffentlicht wurden, wie M. Th. May auch Mitarbeiterin vieler Fachzeitschriften ist. Seit den letzten zehn Jahren nahm die Tagespresse ihre Feder vielfach in Anspruch, und zwar als Berichterstatterin auf pädagogischem und gewerblichem Gebiete, namentlich aber als Referentin über das Theater der Landeshauptstadt von Schlesien. Als Redactrice wurde M. Th. May durch die Herausgabe der pädagogischen Zeitschrift Die Mädchenschule bekannt.

Verwendete Quellen: Marianne Nigg, Biographien der österreichischen Dichterinnen und Schriftstellerinnen, ein Beitrag zur deutschen Literatur in Österreich, Korneuburg, 1893 und Lexikon der Frau, Zürich, 1953/54