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Biographie

Erich von Mendelssohn (1887, Dorpat – 1913, Kopenhagen)

Erich von Mendelssohn war ein deutscher Dichter, Schriftsteller und Übersetzer.

Erich von Mendelssohns Vater war Universitätsprofessor in Dorpat für klassische Philologie und Geschichte, seine Mutter, geb. Cramer, die Tochter eines estländischen Gutbesitzers.

Nach dem Tode des Vaters, 1896, siedelte die Familie nach Jena über, wo Erich das Gymnasiums besuchte. Als Obertertianer kam er in das Landerziehungsheim in Haubinda und blieb dort bis zur Oberprima. Auf das Abitur bereitete er sich in Jena im Privatunterricht vor, indem er gleichzeitig auch Vorlesungen an der Universität besuchte. Die kunsthistorischen Vorlesungen von Botho Graaf, mit dem er eine persönliche Beziehungen unterhielt, fesselten ihn besonders, und dem Einfluß dieses Professors war es zuzuschreiben, daß Erich sich nach dem Abitur, 1906, in Berlin dem Studim der Kunstgeschichte widmete, obwohl er längst wußte, daß seine Liebe dem Schreiben galt.

Mendelssohn tritt 1908 seine erste Reise nach Island an, was ihn faszinierte und was er intensiv studierte.

Er läßt er sich in Kopenhagen nieder und lernt die skandinavischen Sprachen. Er heiratet und verdient seinen Lebensunterhalt mit Übersetzungen aus dem Isländischen, Dänischen und Schwedischen. Er übersetzt isländsche Sagen, die unter dem Titel Thule erscheinen.


Sein Roman, Die Phantasten erscheint 1911 bei Oesterheld; seine Gedichte folgen 1912. Aber für den Roman Die Heimkehr und anderes kann jedoch kein Verlag gefunden werden.

Der Roman Tag und Nacht war als mehrbändiges, autobiographisches Werk konzipiert. Er blieb Fragment.

1913 leidet Erich an einer Erkältung, die sich zu einer Lungenentzündung entwickelt; innerhalb kurzer Zeit ist seine ganze Kraft aufgebraucht, und obwohl er hohes Fieber hat, gibt er die Hoffnung auf Besserung nicht auf ... aber plötzlich meldet sich ein altes Herzleiden zurück und er stirbt unvermittelt; er war 26 Jahre alt.

Verwendete Quelle: Vorwort von Thomas Mann zu Mendelssohns Roman Nacht und Tag, Verlag der weißen Bücher, Leipzig, 1914

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