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William Le Queux (2. Juli 1864, London – 13. Oktober 1927, Knokke)

Prosa

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William le Queux, Lady Gladys Geheimnis, Autorisierte Übersetzung von Hans H. Giesecke, Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart und Leipzig, 1905



William Le Queux (2. Juli 1864, London – 13. Oktober 1927, Knokke)

William Tufnell Le Queux war ein englischer Journalist, Schriftsteller und Diplomat französischer Abstammung.

Le Queux war der Sohn eines französischen Tuchhändlers aus London und dessen britischer Ehefrau. Seine Schulzeit verbrachte er in England und studierte anschließend Kunst; u. a. bei Ignace Spiridon (1860–1900). Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums unternahm Le Queux eine Grand Tour, die ihn – meistenteils zu Fuß – durch Deutschland, Italien und Frankreich führte.

Im Herbst 1898 kehrte er nach London zurück und gründete dort die Zeitschriften „Gossip“ und „Picadilly“, welche aber bereits nach wenigen Ausgaben ihr Erscheinen wieder einstellten. Ab 1891 berichtete Le Queux exklusiv aus dem Parlament für die Zeitung „The Globe“. Diese Aufgabe legte er 1893 nieder und widmete sich nur noch seinem eigenen literarischen Schaffen.

Ab dem Ersten Weltkrieg beschäftigte sich Le Queux sehr intensiv mit dem neuen Medium Radio und dessen Möglichkeiten. Ab 1924 beteiligte er sich dabei an verschiedenen Experimenten; u. a. assistierte er John Logie Baird bei dessen Versuchen in den Schweizer Bergen. Le Queux wurde Mitglied des Institute of Radio Engineers und man wählte ihn im selben Jahr auch zum ersten Präsidenten der neugegründeten Hastings, St. Leonard's and District Radio Society.

Im Alter von 63 Jahren starb William Le Queux in Knokke (Belgien) und fand dort auch seine letzte Ruhestätte.

Le Queux' Œuvre spannt einen weiten Bogen von Kriminalromanen und Thriller bis hin zu Mystery und Spionageromanen; aber auch Sachbücher, die teilweise kontroverse Diskussionen auslösten, stammen aus seiner Feder. Viele seiner Werke entstanden in Zusammenarbeit mit seinem Verleger Alfred Harmscliff. Viele von Le Queux' Geschichten erschienen erst als Fortsetzungsgeschichten in verschiedenen Boulevardzeitungen, bevor sie (manchmal in überarbeiteter Form) in Buchform erneut veröffentlicht wurden. Als einer seiner erfolgreichsten Romane gilt heute noch Die Invasion von 1910.

In dem Spionageroman Verdammte Deutsche! von Gerhard Seyfried spielen Le Queux' Bücher Spies of the Kaiser und Der Einfall der Deutschen in England sowie seine Person eine wichtige Rolle: Der Roman stellt dar, wie diese Bücher in England zum populären Glauben führen, dass das Deutsche Reich über 5000 Spione in England unterhalten würde, was dazu führt, dass sich sogar der englische Geheimdienst mit diesen offenbar frei erfundenen Behauptungen auseinandersetzt.



Verwendete Quelle: Artikel William Le Queux in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
URL: William Le Queux

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