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Otto Roquette (19. April 1824, Krotoschin bei Posen – 18. März 1896, Darmstadt)

Prosa

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Aus: Deutsche Roman-Zeitung, Erster Band, Verlag Otto Jahnke, Berlin, 1869
ePub von Hans-Jürgen Horn erstellt.

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Otto Roquette, Erzählungen (Der Freiwerber; Bei Tische. Eine gastrosophische Novelle; Johann; Die Kunstgenossen; Der Maigraf; Macugnaga und der Monte Rosa), Verlag für Kunst und Wissenschaft, Frankfurt, 1859


Lyrik

 Schöne Tage sind gewesen.

Aus: Otto Roquette, Liederbuch, J. G. Cotta'scher Verlag, Stuttgart, Tübingen, 1852, S. 188.


 Die sieben Nixen.

Aus: Otto Roquette, Gedichte, J. G. Cotta'scher Verlag, Stuttgart, 1859.



Otto Roquette (19. April 1824, Krotoschin bei Posen – 18. März 1896, Darmstadt)

Otto Roquette war ein deutscher Schriftsteller.

Der Sohn eines Landgerichtsrats kam 1834 nach Bromberg und studierte von 1846–1850 Philologie und Geschichte in Heidelberg, Berlin und Halle. Nach Reisen in die Schweiz und nach Italien zog er 1852 nach Berlin, wo er dem Corps Teutonia beitrat. 1853 wurde er Lehrer in Dresden. 1857 kehrte er nach Berlin zurück und wurde 1862 Professor für Literaturgeschichte an der Kriegsakademie, bevor er 1867 an die Gewerbeakademie wechselte. Ab 1869 unterrichtete er am Polytechnikum Darmstadt und wurde 1893 zum Geheimen Hofrat ernannt. Roquette war befreundet mit dem deutschen Schriftsteller Paul Heyse und wie dieser Mitglied der literarischen Vereinigung Rütli.

Mit seiner pseudoromantischen, epigonalen Lyrik und seiner märchenhaft drapierten Versepik ist Roquette ein typischer Vertreter der Butzenscheibenlyrik. Seine Werke wurden nach 1850 außerordentlich populär und erfreuten sich vor allem in konservativen Kreisen großer Beliebtheit. Roquettes nachrevolutionäre Modepoesie stand in bewusster Abkehr von der politischen Tendenzlyrik der Vormärzepoche. Sein Liebe, Wein und Jugend feierndes Verepos Waldmeisters Brautfahrt erschien zuerst 1851, brachte es in dreißig Jahren auf mehr als 50 Auflagen und wurde ein sensationeller Bucherfolg für die damalige Zeit.

Populär wurde Roquette auch mit einigen Liedern, so mit dem 1851 verfassten und 1863 von Wilhelm Baumgartner zu einem bekannten Volkslied vertonten Gedicht Noch ist die blühende, goldene Zeit. Roquette war auch als Erzähler, Dramatiker, Literaturhistoriker und Autobiograph tätig.

Roquettes Werk wurde später als überwiegend seicht und künstlerisch wertlos eingeschätzt und ist heute nahezu vergessen.

Verwendete Quelle: Artikel Otto Roquette in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Roquette

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