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Hermann Stehr (16. Februar 1864, Habelschwerdt – 11. September 1940, Oberschreiberhau)

Prosa


Das letzte Kind AcrobatReader PDF    epub »Das Besondere ePub«    Flash Flash    epub

Hermann Stehr, Das letzte Kind, S. Fischer Verlag, Berlin, 1903.


Leonore Griebel epub »Das Besondere ePub«    epub

Hermann Stehr, Leonore Griebel, S. Fischer Verlag, Berlin, 1900


Der Schindelmacher epub »Das Besondere ePub«    epub

Hermann Stehr, Der Schindelmacher, S. Fischer Verlag, Berlin, 1899


Meta Konegen epub »Das Besondere ePub«    epub

Hermann Stehr, Meta Konegen, S. Fischer Verlag, Berlin, 1904


Das Mandelhaus epub »Das Besondere ePub«    epub

Hermann Stehr, Das Mandelhaus, Paul List Verlag, München, 1953


Auf Leben und Tod epub »Das Besondere ePub«    epub

Hermann Stehr, Auf Leben und Tod, S. Fischer Verlag, Berlin, 1898


Die Krähen epub »Das Besondere ePub«    epub

Hermann Stehr, Die Krähen, Novellen, S. Fischer Verlag, Berlin



Der begrabene Gott epub »Das Besondere ePub«    epub

Hermann Stehr, Der begrabene Gott, Roman, C. A. Koch's Verlag Nachf., Horen-Verlag G. m. b. H., Berlin-Grunewald, 1927


Der Geigenmacher epub »Das Besondere ePub«    epub

Hermann Stehr, Der Geigenmacher, Horen-Verlag, Berlin-Grunewald, 1926: Hier nach: Paul List Verlag Leipzig, o.J. [1935]. Meister Cajetan, Horen-Verlag, Berlin-Grunewald, 1931: Hier nach: Zwei Künstlernovellen Meister Cajetan, Der Himmelschlüssel, Holzner Verlag, Würzburg, 1964. Der Himmelschlüssel, Paul List Verlag, Leipzig 1939: Hier nach der 7. Aufl. 1942


Die Krähen AcrobatReader PDF    Digitalisat Digitalisat

Aus: Hermann Stehr, Die Krähen, Novellen, S. Fischer Verlag, Berlin, 1921



Hermann Stehr (16. Februar 1864, Habelschwerdt – 11. September 1940, Oberschreiberhau)

Hermann Stehr war ein deutscher Schriftsteller aus der Grafschaft Glatz.

Hermann Stehr wurde als Sohn eines armen Sattlers geboren und arbeitete ab 1887 als Volksschullehrer. Kirchenkritische Veröffentlichungen sorgten dafür, dass er mehrfach in die entlegensten Dörfer der Grafschaft Glatz strafversetzt wurde, zuletzt nach Dittersbach bei Waldenburg. Ab 1915 war er freier Schriftsteller mit Wohnsitz in Warmbrunn. Das Erscheinen seines Bestsellers "Der Heiligenhof" 1918 befreite ihn aus seinen finanziellen Nöten, und er stieg zu einem gefeierten Dichter auf.

In der Gründungsphase der Weimarer Republik trat Stehr als Wahlredner der Deutschen Demokratischen Partei für seinen Freund Walter Rathenau auf.

Stehr siedelte sich 1926 mit finanzieller Unterstützung seines Mäzens, des Textilunternehmers Max Pinkus, in dem idyllischen Schreiberhau an. Er war 1926 Gründungsmitglied der Preußischen Dichterakademie, einer Unterabteilung der Preußischen Akademie der Künste. Anschließend näherte er sich der Blut-und-Boden-Ideologie an.

Nach der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten gehörte er weiterhin der "gesäuberten" Akademie der Dichtung an. Nach dem Tod des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg gehörte Stehr im August 1934 zu den Unterzeichnern des Aufrufs der Kulturschaffenden zur "Volksbefragung" über die Zusammenlegung des Amts des Reichspräsidenten und Reichskanzlers in der Person Hitlers. Ebenso schrieb er eine Rechtfertigung zur Legalisierung der Morde anlässlich des Röhm-Putsches in der Deutschen Allgemeinen Zeitung. Der nationalsozialistische Kulturbetrieb feierte Stehr als "Künder der deutschen Seele" und pries ihn wegen seiner "völkischen Erdverbundenheit", doch entzog er sich weitgehend der Vereinnahmung und er schrieb auch keine Lobgesänge auf Adolf Hitler. Stehr widmete sich zunehmend "Gottsucherromanen" in bäuerlicher Umgebung.

Er starb 1940 zurückgezogen in Schreiberhau im Alter von 76 Jahren und wurde auf dem Habelschwerdter Florianberg bestattet. Sein zwischenzeitlich nicht lokalisierbares Grab wurde 2007 auf dem Florianberg an der alten Stelle wiedergefunden. Es war unberührt, lediglich die Aufbauten waren abgetragen und verschwunden. In mühevoller, im Jahr 2009 abgeschlossener Arbeit stellten ehemalige und heutige Bewohner das Grab wieder her.

In Wangen im Allgäu gab es ein Hermann Stehr-Archiv, das mit über 1000 ungedruckten Gedichten sowie den Vorarbeiten zu 12 ungedruckten Romanen aufwarten konnte (heute Literatur Archiv Marbach Neckar). Der Teilnachlass von Hermann Stehr befindet sich in der Handschriftenabteilung der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund.

Das Wort "Eskapist" lässt wohl auf eine gewisse Art der Zurückgezogenheit schließen. Es handelt sich bei den dieser Gruppierung zugehörigen Autoren (wobei die Bezeichnung "Eskapisten" nicht von den Autoren selbst gewählt wurde) vorwiegend um deutsche Autoren zur Zeit des Zweiten Weltkrieges, die ihr Heimatland Deutschland nicht verlassen haben, sei es aus Gründen der Verabsäumung oder anderen.

Im Unterschied zu den bekannten Exilliteraten entschieden sich diese Autoren dafür im Land zu bleiben und lebten in Zurückgezogenheit, wo sie sich größtenteils fantastischen bzw. surrealen Themen widmeten. Aufgrund ihrer - man könnte sagen doppelten - Flucht, einerseits ins ländliche Abseits, andererseits durch die Behandlung realitätsfremder Themen, dienten die entsprechenden Autoren der kulturellen Meinungsmache als negatives Beispiel, das zwar nicht als erstrebenswert galt, aber auch nicht verboten war. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden kritische Stimmen laut, die den im Lande gebliebenen Autoren deren vordergründige Untätigkeit in Sachen Widerstand gegen den Nationalsozialismus vorwarf (Stichwort: innere Emigration). In Zusammenhang mit diesem Themenstrang sollte auch Frank Thiess genannt werden, der zwar nicht zu den Eskapisten zu zählen ist, der aber eine Schlüsselrolle im Streit um den unterlassenen Widerstand einnahm.

Nur allzu oft wird ebendieser Rückzug in romantische Bereiche, der wohl eine Mystifizierung der Natur miteinschließt, mit der heutzutage zur Nazi-Trivialität verkommenen Blut und Boden-Thematik gleichgesetzt. Es ist somit ein Unterschied anzunehmen zwischen einer plump faktischen Bodengebundenheit und Handfestigkeit, wie sie Ideologieliteraten in einem Jargon der Eigentlichkeit daherpredigten, und einer vernünftig unvernünftigen Abwendung von der naturalistischen Darstellung. Ebenso entspricht das einfache Stichwort "innere Emigration" aber auch nicht dem geistigen Rückzug der Eskapisten. Wo ersteres erst nach Beendigung des Krieges die sich damals nicht am Naziregime Beteiligenden bezeichnet, meint letzteres den Ausweg in eine mystische, surreale Welt, die schon den Nazis selbst Realitätsflucht bedeutete und ihnen, wie oben erwähnt, schon zu Zeiten des Krieges, z.B. mit Hermann Stehr, als nicht unbedingt anzustrebendes Beispiel diente.

Bezeichnend für Stehrs Verbindung zu dieser Art der inneren Flucht sind z.B. die unzähligen Stellen mystischen Charakters, die in seinem bekanntesten Werk, "Der Heiligenhof", anzutreffen sind.

Wie in den meisten Erzählungen Stehrs steht der Roman von Beginn an in Verbindung mit der deutschen, bzw. auch nordeuropäischen Volksdichtung, was uns ebenfalls den Eindruck einer Wiederkehr romantischen Gedankenguts verschafft, deren exemplarischste Ausführung in der bürgerlichen Aufarbeitung der Volksdichtung, in "Des Knaben Wunderhorn" von Achim von Arnim und Clemens Brentano, zur Ansicht kommt. Stehr spielt in seiner Darstellung mit einer Bandbreite von Geistersehern bis, und dies vorwiegend, zu einer religiös-mystischen Symbiose zwischen einigen Protagonisten. Die Hauptfigur, der Bauer Sintlinger, erfährt im Laufe der Zeit eine Wandlung vom lärmenden Trunkenbold zum gläubig zurückgezogenen Einzelgänger, der in seinem blinden Kind das Erdendasein eines Engels zu erkennen glaubt.

Verwendete Quelle: Artikel Hermann Stehr in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Stehr

Dieser Artikel (Quellenangabe) basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht seit Juli 2009 unter der Creative Commons Attribution/Share-Alike-Lizenz – vormals GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.