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Jodocus Donatus Hubertus Temme (22. Oktober 1798, Lette – 14. November 1881, Zürich)

Prosa

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Jodocus Dedatus Hubertus Temme, Der Domherr, Historischer Roman, Verlag von Ernst Julius GŁnther, Leipzig, 1867
Die Rechtschreibung wurde aktualisiert. ePub vom Jürgen Beschorner.


In der Propstei AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

J. D. H. Temme, In der Propstei, Aus: Die Gartenlaube, Herausgegeben von Adolf Kröner, Verlag von Ernst Keil, Leipzig, 1866
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Ein Polterabend AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

J. D. H. Temme, Ein Polterabend, Aus: Die Gartenlaube, Herausgegeben von Adolf Kröner, Verlag von Ernst Keil’s Nachfolger, Leipzig, 1863, S. 417ff.
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Ein Amnestirter AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

J. D. H. Temme, Ein Amnestirter, aus: Die Gartenlaube, Heft 14-18, Verlag von Ernst Keil, Leipzig, 1862
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Ein tragisches Ende AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle    Flash Flash    Digitalisat Digitalisat

J. D. H. Temme, Ein tragisches Ende, Mit einem Nachwort von Reinhard Hillich und Illustrationen von Günter Lück (Beides aus urheberrechtlichen Gründen weggelassen oder unkenntlich gemacht), Verlag Das Neue Berlin, Berlin, o. J.

Der Teufel AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle    Flash Flash    Digitalisat Digitalisat

J. D. H. Temme, Der Teufel, aus: Die Gartenlaube (1868), Heft 30ff.
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In einer Brautnacht AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle    Flash Flash    Digitalisat Digitalisat

J. D. H. Temme, In einer Brautnacht, nach dem Neusatz der Erstausgabe bei Wedekind & Schwieger, 1873

Auf der Eisenbahn AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle    Flash Flash

J. D. H. Temme, Auf der Eisenbahn, aus: Die Gartenlaube (1857), Heft 14ff.
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Jodocus Donatus Hubertus Temme (22. Oktober 1798, Lette – 14. November 1881, Zürich)

Jodocus Temme war ein deutscher Politiker, Jurist und Schriftsteller.

Temme war der Sohn des Anwalts und Amtmanns des Stift Clarholz. Sein Onkel war der Propst dieses Klosters. Seine erste Schulbildung genoss er durch Hauslehrer. Mit zehn Jahren besuchte er 1808 das Gymnasium Paderborn. Schon im darauf folgenden Jahr bekam er nach erfolgreichen Prüfungen das Reifezeugnis verliehen.

1814 begann Temme an der Universität Münster Jura zu studieren. Später wechselte er nach Göttingen, wurde dort Mitglied des Corps Guestphalia Göttingen und beendete dort seine Studien 1819. Am Oberlandesgericht Paderborn legte er die Auskultator-Prüfung, das Referendar- und das Assessor-Examen ab. Anschließend wechselte er als Assessor an das Fürstlich-Bentheimische Land- und Stadtgericht in Limburg a. d. Lenne.

Bereits in dieser Zeit debütierte Temme als Schriftsteller mit dem Roman Der Bluthund. Diesen veröffentlichte er zusammen mit Alfred von Tambouillot, dem früheren Ehemann der Schriftstellerin Mathilde Franziska Anneke.

In den Jahren 1822 bis 1824 berief man Temme zum Begleiter und Erzieher des Prinzen Franz zu Bentheim-Tecklenburg. Mit seinem Zögling wirkte er nacheinander an den Universitäten Heidelberg, Bonn und Marburg. In Bonn wurde er Renonce des Corps Guestphalia Bonn. 1824 kehrte er wieder nach Limburg an seinen Arbeitsplatz zurück.

1827 heiratete er. Um seine Familie besser zu versorgen, begann er unter dem Pseudonym Heinrich Stahl für mehrere westfälische Zeitungen und Zeitschriften zu schreiben. 1832 absolvierte Temme erfolgreich die dritte juristische Staatsprüfung und wurde an das Hofgericht nach Arnsberg versetzt.

Die Beförderung zum Kreisjustizrat erfolgte 1833; allerdings verbunden mit der Versetzung nach Ragnit in Preußisch-Litauen. Seine dortige Arbeit verwertete er später in seinen Kriminalnovellen. Drei Jahre später wurde Temme als Kriminaldirektor nach Stendal in der Altmark versetzt. 1838 berief man ihn an das Hofgericht Greifswald.

Im Jahr 1844 fiel Temme dem König Friedrich Wilhelm IV. wegen liberaler Gesinnung auf. Auf königlichen Befehl beförderte man Temme zum Direktor des Land- und Stadtgerichtes von Tilsit und verbannte ihn damit weit weg von der Hauptstadt.

1848 wurde Temme als Staatsanwalt nach Berlin berufen. Im selben Jahr noch bekam er ein Mandat für die Preußische Nationalversammlung. Dort gehörte er der linken Fraktion an. Man versuchte ihn mit dem Amt des Direktors des Oberlandesgerichts Münster wegzuloben. Doch Temme hatte noch großen Anteil an der Auflösung der Nationalversammlung im November 1848. Er wurde durch den Wahlkreis Tilsit zum Mitglied der erstmals, aufgrund der durch den König am 5. Dezember 1849 oktroyierten Verfassung, gewählten zweiten Kammer des Abgeordnetenhauses von Preußen gewählt, die von Februar bis April 1849 tagte.

In der Frankfurter Nationalversammlung von 1848 in der Paulskirche zählte Temme zu den gemäßigten Linken der Fraktion Westendhall. 1849 nahm er am Stuttgarter Rumpfparlament teil. Wegen seiner Teilnahme an den hier verfassten sogenannten Stuttgarter Beschlüssen wurde Temme wegen fortgesetzter demokratischer Anschauung und Hochverrat vor dem Schwurgericht Münster angeklagt. Nach neunmonatiger Haft musste er aber vom Schwurgericht freigesprochen werden. Zur Jahreswende 1850/51 wurde Temme ohne rechtliche Grundlage aus dem Staatsdienst entlassen. Er verlor damit auch jegliche Pensionsansprüche.

Seinen Lebensunterhalt verdiente er ab 1851 als leitender Redakteur der Neue Oderzeitung in Breslau. Dieses Amt gab er nach einem Jahr wieder ab, da er und seine Familie von der Polizei ständig überwacht und drangsaliert wurden. 1852 folgte er einem Ruf als Professor des Kriminalrechts nach Zürich. Dieses – unbesoldete – Amt hatte er bis 1881 inne.

Temme intensivierte in den 1850er Jahren seine belletristische Produktion; bis in die 1870er Jahre verfasste er u. a. zahlreiche Kriminalerzählungen, die zum großen Teil in Ernst Keils Familienzeitschrift Die Gartenlaube veröffentlicht wurden und wichtige Anstöße für die Entwicklung der deutschsprachigen Kriminalliteratur gaben. Beim 1872 zuerst erschienenen Roman Hermann Klostermann – ein neuer Rinaldo griff er den realen zeitgenössischen Fall des Wilderes Hermann Klostermann auf und verband die Kriminalhandlung mit sozialkritischen Anmerkungen.

1863/64 kehrte Temme vorübergehend nach Berlin zurück, wo er als Mitglied des Abgeordnetenhauses des preußischen Landtags gewählt worden war. 1878 zog er mit seiner Familie für kurze Zeit wieder nach Tilsit. Als dort aber nach kurzer Zeit seine Frau starb, ging er zurück nach Zürich.



Verwendete Quelle: Artikel Jodocus Temme in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Jodocus_Temme

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