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Émile Adolphe Gustave Verhaeren (21. Mai 1855, Sint-Amands bei Antwerpen – 27. November 1916, Rouen)

Lyrik
Die geträumten Dörfer AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle    Flash Flash    Digitalisat Digitalisat

Émile Verhaeren, Die geträumten Dörfer, Insel Verlag, Leipzig, 1911, Verdeutscht von Erna Rehwoldt

Mit den Gedichten:

DER SCHIFFER – DER REGEN – DIE FISCHER – DER MÜLLER – DER SCHNEE – DER SCHREINER – DER TÜRMER – DIE ALTE – DAS SCHWEIGEN – DER TOTENGRÄBER – DER STURM – DER IRRFAHRER – DER SEILER – DER SCHMIED – DIE BRENNENDEN SCHOBER

Lichte Stunden
Stunden des Nachmittags
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Émile Verhaeren, Lichte Stunden, Stunden des Nachmittags, Axel Juncker Verlag, Stuttgart, Leipzig, Berlin, o. J., Verdeutscht von Erna Rehwoldt
Die hohen Rhythmen Digitalisat Digitalisat

Emile Verhaeren, Die hohen Rhythmen, Insel Verlag, Leipzig, 1912, Übertragen von Johannes Schlaf
Hymnen an das Leben Digitalisat Digitalisat

Émile Verhaeren, Hymnen an das Leben, Insel Verlag, Leipzig, o. J., Übertragen von Stefan Zweig
Ausgewählte Gedichte Digitalisat Digitalisat

Émile Verhaeren, Ausgewählte Gedichte, Verlag Schuster & Loeffler, Berlin, 1904, Nachdichtung von Stefan Zweig
Gedichte Digitalisat Digitalisat

Émile Verhaeren, Gedichte, Axel Juncker Verlag, Stuttgart, Leipzig, Berlin, [1909], Übersetzt von Erna Rehwoldt
Die wogende Saat Digitalisat Digitalisat

Émile Verhaeren, Die wogende Saat, Insel Verlag, Leipzig, 1920, Übertragung von Paul Zech

Prosa
Rubens Digitalisat Digitalisat

Émile Verhaeren, Rubens, Insel Verlag, Leipzig, 1920, Übertragung von Stefan Zweig
Rembrandt Digitalisat Digitalisat

Émile Verhaeren, Rembrandt, Insel Verlag, Leipzig, 1920, Übertragung von Stefan Zweig
Drei Dramen Digitalisat Digitalisat

Émile Verhaeren, Drei Dramen [Helenas Heimkehr; Philipp II.; Das Kloster], Insel Verlag, Leipzig, 1910, Übertragung von Stefan Zweig


Émile Adolphe Gustave Verhaeren (21. Mai 1855, Sint-Amands bei Antwerpen – 27. November 1916, Rouen)

Émile Verhaeren war ein belgischer Dichter, der in französischer Sprache schrieb.

Verhaeren wuchs als Sohn wohlhabender Eltern im Dorf Sint-Amands an der Schelde auf. In der Familie wurde französisch gesprochen, im Dorf und in der Schule sprach er jedoch Brabantisch, einen flämischen Dialekt. Als Jugendlicher besuchte er das französischsprachige jesuitische Internat Sainte-Barbe in Gent. Danach studierte er Rechtswissenschaft an der traditionsreichen Katholischen Universität Löwen, wo er Literaten aus dem Umkreis der Zeitschrift La Jeune Belgique traf und 1879 erste eigene Artikel in Studentenzeitschriften veröffentlichte.

Beim wöchentlich stattfindenden Salon des sozialistischen Schriftstellers Edmond Picard in Brüssel traf er Schriftsteller und Künstler der Avantgarde. In dieser Zeit entschied er sich, seine juristische Laufbahn aufzugeben und Schriftsteller zu werden. Er veröffentlichte Gedichte und kritische Artikel in belgischen und ausländischen Zeitschriften (u. a. in L'Art moderne und La Jeune Belgique). Als Kunstkritiker förderte er junge Künstler wie James Ensor. 1883 veröffentlichte er mit Les flamandes eine erste Sammlung von realistisch-naturalistischen Gedichten über seine Heimat, die von der Avantgarde zwar begeistert aufgenommen wurden, im ländlichen Milieu seiner Heimat jedoch einen Skandal verursachten. Verhaerens Eltern versuchten sogar mit Hilfe des Dorfpastors die gesamte Auflage aufzukaufen und zu vernichten. In der Folge veröffentlichte er weitere Gedichtbände. Düstere symbolistische Gedichte kennzeichnen die Bände Les moines, Les soirs, Les débâcles und Les flambeaux noirs.

1891 heiratete er die für ihre Aquarelle bekannte Malerin Marthe Massin, die er zwei Jahre zuvor kennengelernt hatte, und ließ sich in Brüssel nieder. Seine Liebe zu Marthe schlägt sich in drei Sammlungen von Liebesgedichten nieder (Les heures claires, Les heures d'après-midi, Les heures du soir).

Verhaeren wandte sich in den 1890er Jahren vermehrt sozialen Fragen und sozialistischen Theorien zu und verarbeitete die Atmosphäre der Großstadt und deren Gegensatz zum Landleben in seinen Gedichten. Seine Visionen einer neuen Zeit verarbeitete er in den Sammlungen Les campagnes hallucinées, Les villes tentaculaires, Les villages illusoires und in seinem Theaterstück Les Aubes. Durch diese Gedichte wurde er berühmt, und sein Werk wurde weltweit übersetzt und besprochen. Er selbst reiste für Lesungen und Vorträge durch große Teile Europas. Viele Künstler, Dichter und Schriftsteller wie Georges Seurat, Paul Signac, Auguste Rodin, Edgar Degas, August Vermeylen, Henry van de Velde, Maurice Maeterlinck, Stéphane Mallarmé, André Gide, Rainer Maria Rilke, Gostan Zarian und Stefan Zweig bewunderten ihn, korrespondierten mit ihm, suchten seine Nähe und übersetzten seine Werke. Er beeinflusste auch die Künstler des Futurismus.

Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach und das neutrale Belgien von deutschen Truppen besetzt wurde, stand Verhaeren auch in Deutschland auf der Spitze seines Ruhms. Während des Krieges schrieb er pazifistische Gedichte und kämpfte mit den Gedichtsammlungen La Belgique sanglante, Parmi les cendres und Les ailes rouges de la Guerre gegen den Wahnsinn des Krieges. Sein Glauben an eine bessere Zukunft wurde während des Krieges von zunehmender Resignation überschattet. Er veröffentlichte dennoch in antideutschen Propagandazeitschriften und wollte mit Reden und Vorträgen die Freundschaft zwischen Frankreich, Belgien und Großbritannien stärken. Nach einem dieser Vorträge in der französischen Stadt Rouen starb er durch einen Unfall, als er beim Besteigen eines abfahrenden Zuges ausrutschte und überrollt wurde.

Die französische Regierung wollte Verhaeren ein Ehrengrab im Pariser Panthéon errichten, doch die Familie verweigerte sich diesem Plan und ließ ihn auf dem Soldatenfriedhof von Adinkerke bestatten. Aufgrund der Gefahr durch vorrückende Truppen wurden seine sterblichen Überreste noch während des Krieges nach Wulveringen überführt und 1927 endgültig in seinem Heimatdorf Sint-Amands bestattet. Dort erinnert seit 1955 auch ein Museum an ihn.

Verwendete Quelle: Artikel Émile Verhaeren In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
URL: https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%89mile_Verhaeren

Dieser Artikel (Quellenangabe) basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht seit Juli 2009 unter der Creative Commons Attribution/Share-Alike-Lizenz – vormals GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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