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Adelheid Weber (3. Mai 1851, Marienwerder – 22. September 1923, München)

Prosa

Cezar Grawinsky epub PDF     epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle    Flash Flash

Aus: Neuer Deutscher Novellenschatz, Herausgegeben von H. Heyse und L. Laistner, Band 19, Verlag von R. Oldenbourg, München und Leipzig, 1887



Adelheid Weber, geb. Brüß (3. Mai 1851, Marienwerder – 22. September 1923, München)

Adelheid Weber war eine deutsche Schriftstellerin und Lehrerin

Adelheid Weber wurde als älteste von fünf Geschwistern geboren. Ihr Vater, der königliche Domänenrentmeister Brüß, der im Jahre 1859 nach Tuchel in Westpreußen versetzt wurde, nahm das lebhafte Kind, das in dem mechanischen Schulunterricht kein Genüge fand, oft auf seinen Dienstreisen in die vielen, weitum in dem Heideland zerstreuten Ortschaften mit, wodurch ihr Sinn für die Beobachtung des Volkslebens geweckt und entwickelt wurde. Von ihrem zwölften bis achtzehnten Jahre besuchte sie dann zu ihrer besseren Ausbildung Schule und Seminar in Marienwerder und Graudenz und ging, als ihr Vater 1874 nach Schlesien versetzt wurde, auf ein Jahr nach Szegedin in Ungarn, wo sie als Lehrerin in einem großen Institut eine Stelle gefunden. In ihre Heimath zurückgekehrt, verheirathete sie sich 1878 mit dem Buchhändler Max Weber in Königsberg. Schon als Braut hatte sie die ersten schriftstellerischen Versuche gemacht und Skizzen aus dem ungarischen und ostpreußischen Volksleben im "Bazar" und "Deutschen Montagsblatt" veröffentlicht. In der Volkszeitung erschien darauf ein phantastisch-sentimentaler Zigeuner- und Musikerroman, dem 1880 im Schottländer'schen Verlage der Roman "Verfehlt" folgte. Schweres körperliches Leiden hinderte sie dann lange Zeit an der Durchführung größerer Aufgaben. Im nächsten Frühjahr jedoch wird die Deutsche Illustrierte Zeitung einen humoristischen Roman "Ein Prophet" aus der Feder der begabten Frau bringen, deren hier mitgetheilte Erzählung einen ehrenvollen Platz nicht nur unter den Frauenarbeiten auf dem Gebiete der Novelle beanspruchen darf. (H. Heyse, Quelle: Neuer Deutscher Novellenschatz, Herausgegeben von H. Heyse und L. Laistner, Band 19, Verlag von R. Oldenbourg, München und Leipzig, 1887)

Quelle des Todesdatums: Deutsche Biographische Enzyklopädie, Band 10, K. G. Saur, 2008)