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Sophie Wörishöffer (6. Oktober 1838, Pinneberg – 8. November 1890, Altona)

Prosa

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Sophie Wörishöffer, Das Naturforscherschiff, Verlag von Velhagen & Klasing, Bielefeld und Leipzig, 1888



Sophie Wörishöffer (6. Oktober 1838, Pinneberg – 8. November 1890, Altona)

Sophie Wörishöffer geb. Andresen war eine deutsche Schriftstellerin und Jugendbuchautorin. Von ihr verwendete Pseudonyme sind Sophie Andresen, S. Fischer, A. Harder, W. Höffer, Sophie von der Horst, K. Horstmann, W. Noeldechen (Eymers Pseudonymen Lexikon).

Sophie Andresen - Tochter des Holsteiner Anwalts Otto Andresen und der Clara Antoinette von Liliencron - war eine Cousine des Lyrikers und Novellisten Detlev von Liliencron und eine Nichte des Germanisten Rochus von Liliencron. Nachdem sie mit 13 Jahren ihren Vater verloren hatte, zog die Mutter 1857 mit ihren drei Kindern nach Altona. Sophie erhielt die damals übliche Ausbildung zur höheren Tochter und schrieb für verschiedene Zeitschriften Erzählungen und Fortsetzungsromane.

1866 heiratete sie den Architekten Albert Fischer Wörishöffer, der bereits 1870 verstarb und sie mittellos zurückließ. Um sich und ihrem 1871 geborenen unehelichen Sohn Hugo den Lebensunterhalt zu sichern, widmete sie sich nun verstärkt der Schriftstellerei. Zunächst schrieb sie Zeitungsartikel, aber auch Erzählungen und Romane wie "Aus den Erfahrungen einer Hausfrau. Ein Weihnachtsgeschenk für Deutschlands Bräute". Der Verlag Velhagen & Klasing (Bielefeld und Leipzig) wurde auf sie aufmerksam und beauftragte sie, ein in diesem Verlag bereits vor einigen Jahren von Max Bischoff erschienenes Jugendbuch umzuarbeiten und zu erweitern. Das Buch erschien erneut 1877 unter dem Titel "Robert des Schiffsjungen Fahrten und Abenteuer auf der deutschen Handels- und Kriegsflotte" und wurde für Wörishöffer und den Verlag ein großer Erfolg.

Sie wurde auch der "Karl May von Altona" genannt.

Seit 2016 gibt es in Altona-Nord eine Sophie-Wörishöffer-Straße.

Von nun an gab es auf der Basis eines Honorars von 2.000 Reichsmark (nach heutiger Kaufkraft rund 19.700 Euro) fast jährlich bei Velhagen & Klasing aus der Feder von Wörishöffer ein neues Abenteuerbuch für die "reifere Jugend", vorzugsweise für Knaben. Da man in der damaligen Zeit der Ansicht war, dass solche Erzählungen nur von männlichen Autoren verfasst sein konnten, unterstützte der Verlag diese (verkaufsfördernde) Meinung, indem der Name der Autorin stets nur mit S. Wörishöffer angegeben wurde und auf dem Titelblatt jedes Buches der übliche Hinweis auf weitere Bücher der Autorin mit der vielleicht auch damals schon irreführenden Angabe "Verfasser von:" eingeleitet wurde.

Die von Wörishöffer ausgewählten Themen hatten im Allgemeinen einen realen, historischen Hintergrund und betrafen vorzugsweise die damalige europäische Kolonial- und Handelspolitik. In die Rahmenhandlung, meist im Stil von Reiseabenteuern eines oder mehrerer Jugendlicher, wurden von der Autorin geographische, historische und naturwissenschaftliche Belehrungen so geschickt eingeflochten, dass ihre Bücher von den Söhnen des gehobenen Bürgertums nicht nur begeistert gelesen wurden, sondern auch dazu dienten, ganz nebenbei deren Wissensstand anzuheben.

Die Bände hatten meist einen Umfang von 500 bis 600 Seiten und waren mit 16 oder noch mehr ganzseitigen Illustrationen versehen; ein Leineneinband mit Goldprägung vervollständigte die Ausstattung. Obwohl der Verkaufspreis (zu Lebzeiten der Autorin etwa neun Mark, was rund 89 Euro nach heutiger Kaufkraft entspricht) relativ hoch war, wurden die Bücher gerne gekauft. In ihrem Erfolg wurde Sophie Wörishöffer nur von den Büchern von Karl May übertroffen.

Wie Karl May hat die Autorin nie die von ihr beschriebenen Länder gesehen, sie stützte sich bei ihren Schilderungen auf damals bekannte Reisebeschreibungen und sonstige Literatur, die ihr von ihrem Hausverlag zur Verfügung gestellt wurde.

Auch nach dem Tod der Autorin erlebten ihre Bücher bei Velhagen & Klasing noch zahlreiche Neuauflagen, nach 1945 erschienen von einigen Erzählungen Nachdrucke in anderen Verlagen.



Lesen Sie mehr im: Artikel Sophie Wörishöffer in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
URL: Sophie Wörishöffer

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