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Kathinka Therese Pauline Modesta Zitz, geb. Halein (4. November 1801, Mainz – 8. März 1877, Mainz)

Lyrik
Gretchens wechselnde Stimmungen Aus: Kathinka Zitz, Dur- und Molltöne , Neuere Gedichte, Mainz, 1856
Sappho's Gebet im Tempel der Venus. Aus: Deutschlands Dichterinnen (1500 bis 1846), Herausgegeben von Abraham Voß, Verlag von Vollmann und Schmidt, Düsseldorf, 1847, S. 380f.
Hagar in der Wüste. Aus: Deutschlands Dichterinnen (1500 bis 1846), Herausgegeben von Abraham Voß, Verlag von Vollmann und Schmidt, Düsseldorf, 1847, S. 377ff.
Klagen einer Frau (über
ihren eifersüchtigen Ehemann)
Aus: Kathinka Zitz, Dur- und Molltöne, Neuere Gedichte, Mainz, 1856
Spiegelbilder Digitalisat Digitalisat

Kathinka Zitz, Spiegelbilder in belehrenden und warnenden Beispielen, Verlag von F. Kötter, Mainz, 1861
Juwelenkästchen für Kinder, die
gut und brav werden wollen
Digitalisat Digitalisat

Kathinka Zitz, Juwelenkästchen für Kinder, die gut und brav werden wollen, Verlag von F. Kötter, Mainz, 1862
Prosa
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Aus: Kathinka Zitz-Halein, Sonderbare Geschichten aus den Feenländern, Zweites Bändchen, Verlag von Friedrich Campe, Nürnberg, 1844, S. 254ff.
Sonderbare Geschichten
aus den Feenländern, Bd.1
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Kathinka Zitz-Halein, Sonderbare Geschichten aus den Feenländern, Erstes Bändchen, Verlag von Friedrich Campe, Nürnberg, [1844]
Sonderbare Geschichten
aus den Feenländern, Bd.2
Digitalisat Digitalisat

Kathinka Zitz-Halein, Sonderbare Geschichten aus den Feenländern, Zweites Bändchen, Verlag von Friedrich Campe, Nürnberg, [1844]
Erzählungen und Novellen, Bd.1 Digitalisat Digitalisat

Kathinka Zitz-Halein, Erzählungen und Novellen, Zweites Bändchen, Verlag von Friedrich Campe, Nürnberg, 1845
Erzählungen und Novellen, Bd.2 Digitalisat Digitalisat

Kathinka Zitz-Halein, Erzählungen und Novellen, Zweites Bändchen, Verlag von Friedrich Campe, Nürnberg, 1845
Der Roman eines Dichterlebens
Göthe's Jugendjahre
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K. Th. Zianitzka, Der Roman eines Dichterlebens, Göthe's Jugendjahre, Verlag von Christian Ernst Kollmann, Leipzig, 1863
Der Roman eines Dichterlebens
Göthe's Männerjahre
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K. Th. Zianitzka, Der Roman eines Dichterlebens, Göthe's Männerjahre, Verlag von Christian Ernst Kollmann, Leipzig, 1863
Der Roman eines Dichterlebens
Göthe's Greisenalter
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K. Th. Zianitzka, Der Roman eines Dichterlebens, Göthe's Greisenalter, Verlag von Christian Ernst Kollmann, Leipzig, 1863
Heinrich Heine der Liederdichter
I. Abtheilung
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K. Th. Zianitzka, Heinrich Heine der Liederdichter, I. Abtheilung, Frühlingsfrische, Verlag von Christian Ernst Kollmann, Leipzig, 1864
Heinrich Heine der Liederdichter
II. Abtheilung
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K. Th. Zianitzka, Heinrich Heine der Liederdichter, II. Abtheilung, Sommerschwüle, Verlag von Christian Ernst Kollmann, Leipzig, 1864
Sachbuch

Dictionnaire des Gallicismes
Handbuch für Übersetzer
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Kathinka Zitz-Halein, Dictionnaire des Gallicismes, Taschenwörterbuch aller Ausdrücke der Französischen Sprache, welche sich nicht wörtlich übersetzen lassn, Verlag von Ch. E. Kollmann, Leipzig, 1841

Kathinka Therese Pauline Modesta Zitz, geb. Halein (4. November 1801, Mainz – 8. März 1877, Mainz)

Kathinka Zitz-Halein war eine deutsche Schriftstellerin.

Pseudonyme: Kathinka Therese Pauline Modesta Zitz, Kathinka Therese Halein, Tina Halein, Dr. Schmid Theophile Christlieb, K. Th. Zianitzka, Emeline, Emilie, Eugenie, Auguste, August Enders, Johann Golder, Rosalba, Stephanie, Rosalba Stephanie, Viola, Pauline

Die die meiste Zeit ihres Lebens in Mainz verbrachte und dort den Revolutionär Franz Heinrich Zitz heiratete, engagierte sich auch gesellschaftlich und gründete 1849 den "Humania-Verein für vaterländische Interessen".

Kathinka Zitz wurde als Tochter des wohlhabenden Handelsmanns Anton Viktor Felix Halein im Kirschgarten zu Mainz geboren. Sie wurde in Pensionaten in Mainz und Straßburg ausgebildet und entdeckte ihr Talent für das Schreiben. Ihre ersten Arbeiten wurden im Alter von sechzehn Jahren veröffentlicht.

Nach dem Tod ihrer Mutter Anna Maria Kunigunde Halein geb. Makowitzka am 26. Mai 1825 und dem Bankrott des Vaters nahm sie in Darmstadt eine Stelle als Erzieherin an. 1827 übernahm sie die Leitung des Höheren Töchterinstituts in Kaiserslautern. Die Anstellung gab sie jedoch nach kurzer Zeit wieder auf, um sich um ihre kranke jüngere Schwester Julia Charlotte Barnabida Halein zu kümmern, die 25-jährig am 13. Juni 1833 starb.

Kathinka Zitz löste das 10-jährige Verlöbnis mit einem preußischen Offizier Namens Wild auf, da der Heiratsantrag ausblieb. Jahre später, am 3. Juni 1837, heiratete sie den zwei Jahre jüngeren, vermögenden Advokaten und Politiker Dr. Franz Heinrich Zitz (1803-1877), nachdem sie ihm mit einer Selbstmorddrohung das Eheversprechen abgepresst hatte. Zitz war später einer der Führer der revolutionären Mainzer Bewegung und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche. 1849 musste Franz Zitz aus politischen Gründen nach Amerika auswandern und begegnete Kathinka zeitlebens nicht mehr.

Im Januar 1844 denunzierte Kathinka Zitz den für die Mainzer Narrhalla verantwortlichen Redakteur Ludwig Kalisch mit zwei Briefen an den Großherzog in Darmstadt wegen "Beleidigung gekrönter Häupter ... man gestattet jenem fremden Burschen ... Könige und Bürger zu verunglimpfen und zu beleidigen". Die Narrhalla war in Mainz die einzige Publikation, die unter dem Narrengewand und deshalb nur während der Karnevalskampagnen in jeweils mehreren Ausgaben mit Satire, Persiflage und Humor gegen Fürstentümelei und Kleinstaaterei, Zensur und Schnüffelei, aber für Demokratie und Pressefreiheit agierte. Infolge der Denunziation wurde das Blatt auf dem Höhepunkt der Kampagne im Februar 1844 verboten, ein anderes Forum für demokratische Aktivitäten gab es nicht. Ihre Fürstenverehrung bekräftigte Kathinka Zitz im Jahr 1846 durch Übersendung "vaterländischer Gedichte" an den Großherzog.

Eine irgendwie geartete Beteiligung an der revolutionären Entwicklung lässt sich für sie ebenso wenig wie eine Mitgliedschaft im bald nach den Märztagen gegründeten Demokratischen Verein feststellen. Die erst nach der Revolution verfassten Texte hierzu gehen über die gleichzeitigen und häufigen zeitgenössischen Reflexionen in Prosa und Lyrik anderer Bürger nicht hinaus. Im Wesentlichen sind ihre diesbezüglichen Texte erst ab 1850 zu fassen.

Ab 1849 entstanden im Deutschen Bund viele Frauenhilfsvereine. Im Mai dieses Jahres wurde in Mainz die Humania gegründet, wobei Kathinka Zitz und die Mutter Ludwig Bambergers federführend waren. Ziel war Unterstützung und Hilfe für verwundete und gefangene Freischarsoldaten, auch Zuwendungen für die Flucht politisch Verurteilter. In der Zeitschrift Der Demokrat berichtete sie hierüber. Anfang 1850 schied Kathinka Zitz aus dem Verein aus.

Im Laufe der nächsten Jahre schrieb sie umfangreiche Aufsätze, Novellen, Gedichte, Übersetzungen, Zeitungsartikel, Erzählungen und Romane, die sie unter ihren Geburtsnamen Kathinka Halein und verschiedenen Pseudonymen wie etwa Kathinka, Tina Halein, Emeline, August Enders, Johann Golder, Rosalba, Stephanie, Tina, Viola, Auguste, Emilie, Eugenie, Pauline usw. veröffentlichte.

Von einem hessischen Orden wurde sie für ihre Samariterwirksamkeit im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 geehrt. Am Grauen Star erkrankt, verbrachte sie seit 1873 ihre letzten Lebensjahre im St. Vinzenziuspensionat der Barmherzigen Schwestern in Mainz.

Zitz-Halein hinterließ ein umfangreiches literarisches Werk. Schon in ihrer Jugendzeit veröffentlichte sie zahlreiche Werke in Zeitschriften und Zeitungen. Ihre Poesie war zunächst licht und fröhlich, zeigte aber schon nachdenkliche, melancholische Anwandlungen, die sich nach dem Scheitern der Ehe mit Franz Zitz verdichteten. Der im Jahr 1846 veröffentlichte Gedichtband Herbstrosen in Poesie und Prosa repräsentiert ihr lyrisches Schaffen vor diesem Bruch. In den Revolutionsjahren tat sie sich – etwa in Donner und Blitz (1850) und Dur- und Molltöne. Neuere Gedichte (1859) – mit freisinnig gefärbten Gedichten und Prosastücken hervor, die ihr gesellschaftliches Engagement widerspiegeln. In den Folgejahren kam sie jedoch mehr und mehr in finanzielle Schwierigkeiten, die sie durch eine gesteigerte Literaturproduktion zu bekämpfen versuchte.

Ihre erhebliche Literaturproduktion, vorwiegend als Erwerbschriftstellerei dem jeweiligen Zeitgeschmack folgend, war bereits 15 Jahre nach ihrem Tod vergessen (Mainzer Nachrichten Nr. 1 von 1893)

Am Ende ihres literarischen Schaffens stehen einige vielbändige Werke über berühmte Dichter. Namentlich entstand ein elfbändiges Werk über Johann Wolfgang von Goethe (Der Roman eines Dichterlebens, 1863), das sechsbändige Rahel, aber dreiunddreißig Jahre aus dem Leben einer edlen Frau (1864) über Rahel Varnhagen von Ense, das ebenfalls sechsbändige Heinrich Heine der Liederdichter. Ein romantisches Lebensbild (über Heinrich Heine, 1864) und das 1867 veröffentlichte Werk Lord Byron. Romantische Skizzen aus einem vielbewegten Leben in fünf Bänden, die George Gordon Byrons Leben zum Thema haben.


Verwendete Quelle: Artikel Kathinka Zitz-Halein in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kathinka_Zitz-Halein

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