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Josef Schiller – Der Mensch im Tierreich

Humoristische Vorlesung (1885)

Zum ersten Mal 1885 in Reichenberg selbständig erschienen.

Motto:

Den kranken Geist gesund zu machen,
Sieht man viel Ärzte sich bemüh'n,
Gleichgültigkeit, den Alltags-Drachen,
Will man mit Fliedertee verbrüh'n –
Doch ist's umsonst, die größten Sachen
Sind Schwindel, nichts will Blasen ziehn.
Was lässt sich mit dem Untier machen?
»Gebt ihm die letzte Medizin!
Das letzte Pulver: Lasst uns lachen –!«


Seitdem man den Begriff geschaffen,
Die Menschheit stamme von dem Affen,
Seitdem ist man so weit gekommen,
Trotz allem Widerspruch der Frommen,
Die Menschen näher zu betrachten
Und ihre Mängel zu beachten.


Die Frommen halten fest zusammen,
Sie fragen mit gar klugem Sinn:
»Wenn wir von ein paar Affen stammen,
Wo sind denn da die Schwänze hin?«
Wer wird sich mit den Leuten streiten,
Die Zierde hat sich abgesetzt
Und an dem großen Rad der Zeiten,
Als überflüssig abgewetzt.
Der Affe gleicht uns an Gestalt
Und gibt man acht, so sieht man bald,
Dass vieler Tiere Eigenschaften,
Wie Affenschwänze an uns haften.


Ich werde mir daher erlauben,
Damit Sie meinen Worten glauben,
Die Sache besser klarzulegen.
Und meinen Sie, ich sei ein Tier
Je nun, ich habe nichts dagegen,
Ich danke Ihnen noch dafür,
Denn immer ist man hochgeachtet,
Wird man als großes Tier betrachtet.


Ein Tier zu sein, ist gar nicht übel,
Das lesen wir schon in der Bibel
Und dass der Mensch zum Tier gehört,
Wird in der Schule schon gelehrt.


Denn als die große Sündflut kam
Und Noah seinen Kasten nahm,
Um fortzuschwimmen von der Erde,
Da gab es eine ganze Herde
Von wilden und von zahmen Tieren,
Die trampelten mit allen Vieren
Und wollten in den Viehstall 'nein.
Da kam der Ochs, das Schaf, das Schwein,
Das Pferd, der Hund und viele Kälber,
Der träge Esel trug auch selber
Ein Bündel Heu und Disteln hin,
Für sich und seine Eselin.


Die Vögel kamen von den Feldern
Und aus den dichten, dunklen Wäldern,
Da kam der Löwe stolz geschritten
Und sprach: »O Mensch, ich muss dich bitten,
Für mich auch Platz zu reservieren,
Damit ich mich kann einquartieren,
Mit meinen Freunden und Bekannten,
Mit meinen Dienern und Trabanten.«


Dann schritt er in den Wald hinein
Und fing gewaltig an zu schrein,
Da kam gleich eine große Schar
Von wilden Tieren, Paar um Paar.
Das Nashorn und der Elefant,
Mit ihren Weiblein, Hand in Hand,
Der Tiger, Panther, Fuchs und Bär,
Kurz, alle kamen rasch daher
Und stiegen in die Arche ein
Mit ihren treuen Weibelein.
Dann sagte Noah zu den Tieren:
»Wenn ihr nicht alle wollt krepieren,
So zankt euch nicht und gebt mir Ruh!«
Drauf machte er die Türe zu.


Und als die Flut vorüber war,
Da ging nun wieder Paar um Paar,
Die Männlein und die Weiblein,
Mit ihren Jungen zart und fein
Aus Noah's großem Kasten 'raus
Und jedes sah recht saubär aus.
Nicht einem war ein Haar gekrümmt,
Das weiß man heute ganz bestimmt.
Denn wäre wirklich was geschehn,
So müsst' es in den Büchern stehn,
Daraus ersieht man sonnenklar,
Dass einst der Mensch im Tierreich war.


Verschied'nes hat der Mensch vernommen,
Seitdem die Sündflut fortgeschwommen,
Doch wenn man ihn genau betrachtet,
Wie er die andren Tiere schlachtet,
So kann man sagen, ohne Scheu,
Dass er das größte Raubtier sei.
Ich aber sage, drum glaubt es mir,
Der Mensch ist nur ein Gewohnheitstier.


Erlauben Sie nun, dass ich die Tiere,
Die Menschen, als Tiere klassifiziere.
Die Haustiere rechnet man zu den Zahmen,
Da sie Ställe haben und schöne Namen,
Wem ein Haus und ein schöner Name fehlt,
Der wird zu den wilden Tieren gezählt.
Zu den Zahmen, wie Sie wissen, gehört,
Der Esel, der Hund, das Schaf und Pferd,
Vor allen geachtet wird das Schwein.
Die wichtigsten Plätze nimmt's Rindvieh ein. –


Das Rindvieh frisst Heu und gibt Milch dafür,
Wer das nicht tut, ist ein Ochse oder Stier.
Noch jung, da nennt man den Ochsen ein Kalb,
Doch ist er entwickelt so halb und halb
Und kann er die Nächsten recht stoßen und boxen,
Dann wachsen ihm Hörner, da wird er zum Ochsen.


Vor Zeiten, da standen die Ochsen in Ehren,
Denn wollte ein Denker die Wahrheit erklären,
So wurden stets Ochsen geopfert den Göttern,
Dann grub man die Wahrheit in goldenen Lettern
In eherne Tafeln und trug sie herum.
Die jetzigen Ochsen sind nicht mehr so dumm,
Sie zittern vor diesem Götterbrande,
Denn hat jetzt ein Denker die Wahrheit erkannt,
So brüllen die Ochsen in jedem Lande,
Denn jeder denkt, er wird verbrannt.


Es gibt auch Menschen, die sind wie die Pferde,
Die zieh'n an dem Wagen und stürzen zur Erde,
Am Ende, wie ein Karrengaul,
Dann heißt es noch, sie waren faul.
Ja, mancher spricht ganz unverhohlen,
Die Mähre soll der Schinder holen.
Auch Stuten gibt's und junge Füllen,
Die sich in Samt und Seide hüllen,
Bekommt man solch ein Kutschenpferd,
Dann geht das Eh'gespann verkehrt.


Das menschliche Schaf spielt die kläglichste Rolle,
Es gibt seine Haut und gehorsam die Wolle
Und lässt sich, ohne nur zur rühren,
Geduldig hin zum – Schafstall führen.
Ein altes Schaf, das nennt man Schöps,
Viel Menschenschafe nennt man Plebs.
Die Wölfe im Schafspelz, die sind daran schuld,
Sie lehren den Schafen stets Lammesgeduld,
Drum dürfen sich viele auch gar nicht beschweren,
Wenn man es versucht, bis aufs Blut sie zu scheren
Und wenn manche Völker wie Hammelherden
Von Wölfen gehetzt und zerrissen werden.


Das Schwein als Haustier, das kennen Sie,
Auch Menschen gibt es, wie dieses Vieh,
So schmutzig-fett, die mit den Rüsseln
Sich gütlich tun bei großen Schüsseln.
Das Schwein säuft wie ein Spritzenschlauch
Und liebt nichts mehr als seinen Bauch.
Das Weib des Schweines nennt man Sau,
Beim Menschen heißt's oft »gnäd'ge Frau«.
Doch still von solchen Schweingeschichten,
Jetzt gilt's, die Hunde abzurichten.


Ihr Herrn! Es lässt sich nicht verhehlen,
Es gibt noch viele Hundeseelen
Und Hunde, die sich selig fühlen,
Wenn große Herrn mit ihnen spielen.
Gar prächtig lebt man in der Welt,
Wird man als Pudel angestellt.
Natürlich muss man gut parieren,
Schön bitten, kuschen, apportieren,
Nach oben hin, nach unten knurren
Und setzt es Schläge, niemals murren.


Viel Spitzel lauern jede Stunde
Und beißen, wenn sie beißen müssen,
Ach, glauben Sie mir, solche Hunde,
Die haben mich schon oft gebissen.
Hetzhunde gibt es, die uns hassen,
Wir wissen nicht, weshalb, warum
Und Hunde, die sich hetzen lassen,
Denn jeder blöde Hund ist dumm.


Schoßhündchen, die um Damen tänzeln,
Die auf zwei Beinen stehn und schwänzeln,
Die Scholli, Molli, Packsel, Schnacksel,
Die Pinkerl, Stinkkerl, krumme Dachsel,
Die stets nach Frauenliebe haschen,
Die Würstel fressen, Zucker naschen,
Die kann man oft beisammen sehn,
Man darf nur zum Herrn Isak gehn.
Die noblen Stutzer sind gewöhnlich
Den Affenpintschern täuschend ähnlich.


Die Hunde, das ist längst bekannt,
Sind mit den Menschen nah verwandt,
Drum führen sie auch weit und breit
Viel Menschen-Namen neurer Zeit.
So hat z. B. ein Mann im Grunde
Ein Pracht-Exemplar von einem Hunde,
Der Sauhund kostet freilich viel Geld,
Doch, da er die Schweine in Ordnung hält,
So gibt es sein Herr, jedoch es ist stark,
Denn dieser Hauptsauhund heißt Bismarck!


Da sehn Sie nun, meine Herrn und Damen,
Die Hunde haben ganz schöne Namen,
Drum spricht man auch nicht ohne Grund:
»Es kommt jetzt mancher auf den Hund.«
Und mancher Hund kommt an die Kette
Und heult mit den Wölfen um die Wette
Und überall pflegt man aufs neue
Die alte fromme Hundetreue.


Doch wer den Hundeweg nicht wandelt,
Wird wie ein böser Hund behandelt,
Wenn einer an der Kette reißt,
Da regt sich Martin Luthers Geist
Und heulend brüllt man in der Runde:
»Schlagt alle tot, wie tolle Hunde.«
Wer sich befrein will, wird verflucht,
's ist eine wahre Hundezucht.


Die Sprache der Hunde ist überall gleich
Doch lassen wir jetzt die Hunde gehn,
Begeben wir uns in das Eselreich,
Um das grauliche Treiben der Esel zu sehn.


Der Esel beim Menschen ist nicht sehr beliebt,
Obgleich es sehr viel solcher Grautiere gibt.
Sie sind in der Jugend nicht gar sehr gelehrig
Und trotz ihrer sehr langen Ohren schwerhörig,
Denn was in der Schule ein Esel auch sah,
Er lernt nicht viel mehr, als das i und das a.


Doch ob auch ein Esel sonst weiter nichts kennt,
Sitzt mancher doch jetzt schon im Reichsparlament,
Dort wird er oft störrig und tut sehr ergrimmt,
Wenn ihn die Regierung beim Lang-Ohr nimmt.
Er wütet; doch ist der Entscheidungstag da,
So lautet sein Veto: I-a und I-a.


In Preußen, da weiß man die Esel zu zwiefeln,
Da tritt man sie oft mit geadelten Stiefeln
Und mancher, der sagt es dem Esel ganz frei,
Dass man euch gewählt hat, ist Halbeselei.
Wenn Bismarck laut donnert: »Ich bin der Kern!
Ihr könnt nichts tun, bin ich nicht da.«
Da freun sich die hochgrau geöhrten Herrn
Und rufen begeistert I-a.
Von menschlichen Mauleseln will ich ganz schweigen,
Es lässt sich nicht jeder zum Reiten besteigen –
Und wenn ich soll fortwährend I-a schrein,
Da müsst' ich ein rechter Esel sein.


Die weiblichen Katzen, meine Herrn,
Die haben wir als Mietzchen recht gern,
Sie mausen den Männern das Herz, diese Katzen,
Sie putzen sich jung, um uns recht zu gefallen,
Doch später, da fangen sie oft an zu kratzen,
Da krümmen sich oft die Pfötchen zu Krallen.
Ein Armer wird oft recht gezwickt und gequält,
Wenn er eine recht böse Geldkatze wählt.
Dagegen ist der stets ein glücklicher Mann,
Der recht katzenbuckeln und schnurrpfeifen kann.


Und nun, meine Damen, ersuche ich Sie
Um Aufmerksamkeit für das Federvieh.
Wo Gänse und Enten sind, hört man viel schnattern,
Wo Hühner und Tauben sind, sieht man viel flattern,
Der Haushahn ist öfter recht stolz auf sein Weibchen,
Er nennt sie beim Schnäbeln sein Hühnchen, sein Täubchen,
Doch hat auch mancher kluge Hans
Statt einem Täubchen eine Gans.
Und manchem Streithahne ist es gelungen,
Dass er eine gute Henne errungen.


Die Henne, die gute, hat jedermann gerne,
Sie spendet im Hause viel Segen und Glück,
Sie wittert die Geier oft schon aus der Ferne
Und schützet die Kinder mit sorgendem Blick.
Sie gackert nicht viel und legt keine Eier,
Doch was sie auch tut, es ist jedem teuer.
Sie wird stets auf Ordnung und Reinlichkeit sehn
Und lässt nie ein Körnchen zu Grunde gehn.
Sie wird ihre Hühnchen stets lieben und pflegen,
Drum sei sie geachtet zu jeder Zeit,
Denn sie nur allein kann den Hauptgrundstein legen
Zur häuslichen Glückseligkeit. –
Eine gute Henne ist Kronen wert
Und glücklich der Mann, dem sie gehört.


Es gibt auch in vielen katholischen Ländern
Viel schwarze Hühner mit weißen Rändern,
Die Hähne sind meistens recht fette Gesellen,
Sie leben vereinigt in großen Ställen
Und trifft man auch eine Henne dort an,
So liebt sie am meisten der Oberkapphahn.
Die wahren Hähne krähn,
Wenn früh der Tag erwacht,
Wenn diese Hähne krähn,
Dann wird's im Lande Nacht –
Und da viele Menschen die Hähne nicht lieben,
So hat man sie oft aus den Ländern vertrieben.


Sie schleichen sich immer von neuem heran
Als Redemtorrist- oder Legorihahn. –
Doch lassen wir sie aus den Augen verschwinden,
Um andere Menschen als Vögel zu finden.
Die großen Sänger und Sängerinnen,
Die uns bezaubern im Herz und Sinnen
Durch Wachtel- und himmlisches Luckaschallen,
Das sind die menschlichen Nachtigallen,
Die übrige große Sänger-Schar
Sind Lerchen, Amseln und mancher ein Star.


Dann gibt es Spaßvögel, Pechvögel, wir haben
Unter den Menschen auch Falken und Raben.
Die kleinen Raubvögel erwürgt man mit Schlingen,
Es wäre viel besser, die größeren hingen.
Dann kommen noch zu den Federtieren
Die Menschen, welche die Schreibfedern führen,
Von diesen Sturmvögeln sitzt mancher gefangen
Und mancher ist auch auf den Leim schon gegangen,
Denn wenn man die Zeitungen täglich liest,
So sieht man bald, wer eine Mistfinke ist.
Viel Kot-Lerchen gibt's bei der Literatur
Mit mausiger Nacht-Schreiber-Eulen-Natur.


Die weißen Schwäne auf Seen und Teichen,
Die kann man mit großen Gelehrten vergleichen,
Sie lieben das Schöne, das Gute, das Wahre,
So innig, wie Schwäne das Reine und Klare.
Wenn Frösche und Unken und andre Halunken
Aus schmutzigen Pfützen mit Kot sie bespritzen,
So schlagen die Flügel nur leicht auf den Spiegel
Der geistreichen See
Und bald hebt sich wieder ihr schönes Gefieder
Wie blendender Schnee. –


Nun lassen wir aber die Vögel fliegen,
Denn nähm ich noch andre zum Rupfen, ihr Herrn,
So käme am Ende der Storch angestiegen
Und diesen Patron seh'n die Damen nicht gern.
Ich bin nun so frei, von den wilden Tieren
Noch einige Muster hier vorzuführen.
Der herrliche Löwe in Menschengestalt
Ist aristokratisch, stolz und kalt,
Er ist in allen Dingen Sieger,
Doch nicht so grausam wie der Tiger.


Der Löwe des Tages ist stets in der Nähe,
Wo schlanke Gazellen sind, flüchtige Rehe.
Doch manchen umschlingt oft beim nächtlichen Gange
Blitzschnell eine mächtige Hauptklapperschlange,
Dann wird er im Kampfe bald müde und matt,
Wenn sie in der Klapper viel Mitgift hat. –
Die alten Deutschen waren nicht schmeidig wie ein Aal,
Doch Löwen in Gefahren und Lämmer beim Pokal,
Ja, die einst Lämmer waren, sind Löwen beim Pokal,
Bei drohenden Gefahren, da sind sie liber-aal. –


Es kommt auch vor bei den wilden Tieren,
Dass sie sich ihre Weiber verführen;
Gelingt so ein Kunstgriff dem Löwen recht gut,
Dann will der Beleidigte gleich Löwenblut.
Ein Löwe ist aber ein grober Geselle,
Er gibt dem Beleidigten noch eine Schelle.
Der kommt nun in Wut, bald hört man es knallen,
Der Gegner des Löwen ist glücklich gefallen –
»Das Recht hat gesiegt!« denn der Adel spricht:
»Ein solches Duell ist ein Gottesgericht.«


Es gibt auch viel Füchse und mancherlei Bären,
Die unter uns Menschen hier wandeln auf Erden;
Drum suchte schon Schiller die Welt zu belehren,
Dass selbst zu Hyänen die Menschen oft werden.
»Es werden Weiber zu Hyänen,
Sie treiben zum Ergötzen Scherz;
Mit falschem Haar und falschen Zähnen
Zerreißen sie der Männer Herz.«


Der Fuchs ist ein Hoftier und ohne Schmerzen
Stiehlt er den hochhöflichen Gänsen die Herzen.
Auch Goldfüchse gibt es in allen Staaten,
Die trefflichsten Freunde der Diplomaten.


Der Bär ist auch eine schöne Erscheinung,
Die Weiber, die werden oft Waschbär genannt.
Auch Tanzbären gibt es nach meiner Meinung,
Die Männer, die sind als Brummbären bekannt.


Gefühllose Menschen sind wie Elefanten,
Rhinozerosse mit Krokodilshaut.
Die Wuch'rer und Blutsauger, Krachspekulanten,
Die fressen und saufen Volkskraft anstatt Kraut.
Auch Faultiere gibt es in allen Kreisen,
Das, kann man jeden Tag beweisen.
Bekannt ist auch seit jeher schon
Das menschliche Chamäleon;
Doch noch zu wenig ist bekannt
Die gift'ge Natter – Denunziant. –


Raupen, Würmer, die sich winden
Und an alles Nied're schmiegen;
Larven, Puppen kann man finden,
Die auf ihrem Bauche liegen;
Die sich ganz ergebenst krümmen,
Schlägt man sie bei jedem Schritt,
Die sich nicht einmal ergrimmen,
Wenn man sie mit Füßen tritt.


Kurz, fast alle Kreaturen,
Die wir seh'n in Wald und Fluren;
Alles, was im Wasser lebt,
Alles, was die Luft durchschwebt;
Tintenfische, sowie Mücken,
Kann als Menschen man erblicken.


Doch für heute will ich schließen,
Sollt' ich ferner noch genießen
Ihr Vertrauen, meine Freunde,
Führ ich Sie mit Weib und Kind
In die herrliche Gemeinde,
Wo die Tiere Menschen sind.


Denn nur das eine noch sage ich Ihnen:
Es herrscht viel Not bei den menschlichen Bienen
Sie wollen die Drohnen nicht länger mehr mästen,
Drum glaub' ich, ist es für alle am besten,
Und hoffentlich wird's auch nicht strafwürdig sein,
Wir gründen für uns einen Tierschutzverein.

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