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24. August 2008

Richard Weiner – Jean Baptiste Chardin.     Zur Biographie


aus: Jüngste tschechische Lyrik, Eine Anthologie, Verlag der Wochenschrift Die Aktion (Franz Pfemfert), Berlin-Wilmersdorf, 1916, S. 113 f.

Übertragen von J. V. Löwenbach.*

* Zum Übersetzer konnten trotz intensiver Bemühungen leider keine konkreten Lebensdaten in Erfahrung gebracht werden.


Jean Baptiste Chardin.

Dies ist mein Tisch,
Dies meine Hausschuh,
Dies ist mein Glas,
Dies ist mein Kännchen.


Dies meine Etagere,
Dies meine Pfeife,
Dose für Zucker,
Großvaters Erbstück.


Dies ist mein Eßzimmer,
Dies meine Ecke,
Dies ist mein Hund,
Dies meine Katze.


Hier ist mein Wedgewood,
Dort ist mein Sevrès.
Das lustige Bildchen,
Fragos Geschenk.


Bläuliche Schalen
Hab' ich sehr gern.
Blumen im Fenster
Liebe ich sehr.


Fuchsien aber
Seh ich am liebsten.
Meine Charlotte
Liebet den Flieder.


Täglich um elfe
Frühstücken wir.
Abends um achte
Deckt man zu Tisch.


Esse am liebsten
Spargel mit Sauce,
Wildpret auf Pfeffer,
Erdbeer mit Creme.


Und die Charlotte
Liebt ihre Austern,
Hühnchen auf Schwammerln,
Hummerragout.


Gut ist's zu Hause,
Sehr gut zu Hause.
Dies meine Ecke,
Dies meine Hausschuh.


Glattes Email
Glanzüberquillt.
Dies ist mein Weib.
Dies ist mein Bild.





200800824_Richard Weiner - Jean Baptiste Chardin.

200800824_Richard Weiner - Jean Baptiste Chardin.